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4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
95
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IP. Nr. 263-270. 98

der Manier des M. Pleginck. Es stellt in Vogelperspektive einencolossnlcn, von 72 Paar Pferden gezogenen Pflug vor* welchen 2<>Knechte leiten. II. 7 Z. (i L.? ßr. 38 /. (i L.? Von diesem Blatte,einem Unicum, haben wir durch Herrn E. Harzen Kunde. Er Hesses an die Sammlung dea verstorhenen Königs von Sachsen ab. DieBedeutung dieser Darstellung mit dem colossalen Pfluge kennen wirnicht, der Künstler kann aber geringen Vortheil davon erwartet haben.Harzen meint, dass er allenfalls Pflug gehoissen habe.

268. Joseph Petzl, Genremaler, geh, zu München 1803, behauptet'Y CT) j> im Künstler-Lexicon einen ausführlichen Artikel, und^J 'CV ■ 4&c-. wir haben bei der Aufzählung seiner früheren Werke0 dessen glückliches Talent für charakteristische Auffassung"nd malerische Gruppirung hervorgehoben. In letzterer Zeil warenseine Gemälde nicht mehr zahlreich, Lust und Laune hat aber Zeich-nungen hervorgerufen, welche das Leben mit Geist und Humor erlassen.Eines seiner ernsteren Bilder wurde in der neuesten Zeit für A. H.Pftjne's Allgemeinen Kunstvereiii unter dem Namen der Novize von']• !'• Raab in Stahl gestochen, fol. Zu»der schon im Künstler-Lexicon1841 erwähnten von R. Leiter lithographirten Wirthshausscene an derPrenssiscben Gren/e zur Cholera Zeit nennen wir noch die Kupfer- undStahlstiche zu Tieck's Octavia und Genovefa nach Petz] und w*. Hensel,8«rlin 1831 und 1832; flüchtende Tyroler Im Freiheitskriege, lith. von*• Zimmermann, qu. fol., den Invaliden, lith. von F. Hohe, fol.; denSchützenkönig, lith. von J. Bergmann, fol., und die Tyroler Hochzeit,VOn A. Iloffmann in Contouren gestochen für das Düsseldorfer Kunst-v ereinshcft, qu. fol.

. Petzl hat auch mehrere humorische Scenen, besonders aus derMünchner Bock- und Salvatorbierzeit leicht auf Stein gezeichnet, und' e anonym in die Stadt geschickt. Die Buchstaben JP findet mau*uj einem radirten Blatte, welches in den Bockkeller zu München führt.g< entwickelt sich eine Sccnc nicht der solidesten Art. Bin betrunkenerediiev steht auf dem Fasse, und ein Mann in Uniform mit dreiecki-gem ITnto winkt der Gesellschaft mit dem Besen zur Hube. Untenj■■elit: Münchner Bocks-Freuden, gr. 8. Es gab eine Zeit, in welcherl^nisHc,. j„ München auch ihre Bock-Saison feierten, und zur Ver-^'.''i'liclninjr d eg Kellers im Bilde beitrugen. Jener JP auf dem er-ahnten Blatte wird die Vaterschaft wohl nicht offen eingestehen.

^69. Johann Georg: Penzel, Maler und Kupferstecher, geh. zu

S7,J5r Hersbruck bei Nürnberg 17!>i, gest. zu Leipzig 1809, hin-

i. c terlicss wenigstens 18t Kupferstiche, welche in Romanen,

; l| ,, 1 " ; ." ll| eheii und anderen belletristischen Werken vorkommen. Er

do >0 ' tot ° : zum '''"'' aac eigenen Zeichnungen, meist jedoch nach D.Cho-

bet a^' ^' 3 ex i s tircn Abdrücke vor der Benützung der Platten für die

lilii! '"'''" Bücher, und sie sind zum Thcile vor der Schrift. Auf

«t»k ra nacn Chodowiccki findet man die Cursiven JP, und den Buch-ten p Mein

70 Joseph Parrocel oder Parrosel, Maler und Radirer. ist

+ in, et-f. oben unter dem Monogramm JP No. 234

J p . ' eingeführt, und wir verweisen auf jenen Ar-

/' -, a J n et f | tikel. Die Initialen und die Abbreviaturen,

J Pa

• rar, j n c [ r ( immer in Cursiven, findet man auf radirten

■ Parros. m et fp I B' attern m * t Darstellu.....

in rt Pni ' u "d Leiden Christi. VVi

"-m erwähnten Artikel aufmerksam gemacht.