Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
80
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80 IOW-IOZ. Nr. 223—226.

Melon zu. Auf einer Medaille mit dem Brustbilde des Cardinais AlexanderFamese, und der Fagado der Josuitenkircho in Rom steht: 10. V.MILAN /'. unter dem Anne der Büste, und im Abschnitt des Revers:Fecit anno Dom. 1515. Eine grosse und schöne Medaille mit- deinBildnisse des Papstes Gregor XIII. hat unter dem Arme den NamenJo. V. Milan. Der Revers stellt die Gerechtigkeit auf dem Throne,und den Frieden mit dem Füllhorn vor. Venuti gibt die Jahrzahl1579 an, die Medaille ist aber ohne Datum.

223. Johann Otto Wahl, Stempelschneider in Zcllerfeld 17K5r O W ^' s t'88, fertigte Stempel zu Mttnzgepr&gen, aufweichen

die Initialen vorkommen. Ausserdem kennen wir eine Me-daille auf den Regierungsantritt des Fürsten von Anhalt-Plötzkau mitdessen Brustbild und drei weiblichen Figuren i7;>;>. Diese Medailleist I. 0. W. gezeichnet.

224. Johann Wilhelm Bauer oder Baur, Schlachtenmaler undt vxt' Xi Radirer, geb zu Strassburg 1(500 oder 1610, gest. zu

°* * * Wien l(>40, hinterliess eine bedeutende Anzahl von

geistreich radirten Blättern, auf welchen ein aus WB bestellendesMonogramm und auch die Buchstaben lo. W. B. vorkommen. Auf Gc-mftlden siebt ein aus IWB gebildete! Zeichen, und wir kommen daherauf diesen Meister zurück. Blätter von seiner Hand findet man imV. Strada's Werl;: De hello ßelyico Decades IL— Romae 16'H)-M.Kino Folge hat den Titel: Capriri di parte Balalie, kl. 4.

225. Unbekannter Formschneider oder Zeichner, welcher inder zweiten Hälfte des lli. Jahrhunderts in Italien thätigwar. Das /eichen findet man auf Holzschnitten mit Dar-stellungen aus der Geschichte des Fneas in Bordüren vonArabesken. Diese Blätter gehören zu einer Folge, fürwelche auch Johannes Galkis gearbeitet hat. Ausser demgegebenen Schild kommen auf diesen Holzschnitten auch

die Initialen 10, 10. <!.!<'. und loR vor.

226. Johann von Brunn, Formschneider, war um 1440 zu Brunnn t ,.«:■... in Mähren geboren, und hinterliess eine Holzplatte,<jw. ju piiui. we ] cne /u einem Ablassbriefe bestimmt war. Siestellt oben die Messe des hl. Gregorius vor, wie ihm während dersel-ben der Heiland erscheint. Er ist von Mönchen umgeben, und überdem Altare, sind Seenen aus der Leidensgeschichte eingeschnitten.Unter dem Bilde sieht der Name des Künstlers. In der unleren Ab-theilung ist ein Cartouche mit dem Ablassbriefe: linaer Ijeer iljesu»cristna erfchaint 3ant (Srenorien in btt nur« JHc ma nennt porta rrucie—.

Die Arbeit dieser Platte ist sehr roh, und man kann sie vor 1440setzen. Sie befindet sich seit liSItli ImBesitze der Erben der JosephineGallina zu Bronn. Ernst Hawlik, zur Geschichte der bildenden Künstein der Markgrafschaft Mähren. Brunn IK'.tlS S. 19, macht zuerst daraufaufmerksam, und in: Zusätze und Verbesserungen zu dem Werkeheu:Zur Geschichte &c. Brunn 1841, ist ein Abdruck der Platte mit demAblassbriefe beigegeben, gr. fol. Ein zweiter Abdruck von einer altenanonymen Holzplatte, wahrscheinlich das Werk desselben Formschnei-ders, stellt einen Juden mit einem grossen Buche vor, wie er nachdem Manne deutet, welcher mit einem anderen Juden um einen Becherhandelt. In den beiden Inschriften ist eine Mahnung, sieb vor demWucher der Juden zu hüten. Die erste beginnt:

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