Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
52
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52 10 IL Nr. 148.

10) Die Durchlauchtigste Zusammenkunft: oder: HistorischeErzehlung was der Durchl. Fürst und Herr, Herr Johann Georgeder Ander, Herzog zu Sachsen etc. etc. bei Anwesenheit Sr. Churf.Durchl., Hochgeertesten Herren Gebrüdern, Dero Gemahlinnen etc.zu sonderbahren Ehren, und Belustigung, in Dero Residenz undHaupt- Vestung Dresden im Monat Februar io des MDCLXXVIIIJahres in aller band Aufzügen, Ritterlichen Fxercitien, Schau-spielen etc. aufführen und vorstellen lassen — — durch Gabr.Tlzschimmern. Nürnberg KitlO, fol.

Unter den vielen Kupfern dieses Werkes zeichnen sich die achtmalerisch radirten Blätter des J. 0. Harms aus. Sie bestehen intheatralischen Perspektiven, in Landschaften mit Architektur und Fi-guren &c., gr. qu. fol.

11) Die Ansicht des Theaters, welches der Magistrat in Dresdenzur Huldigung an den Churfürsten neben dem Rathhausc erbauen Hess1681, fol. Für dieses Theater malte Harms die Decorationen. Jetztbefindet sich das Staatsarchiv darin.

148. Hans oder Johannes Pries von Freiburg ist der Träger der

Initialen ///<' III. No.iUK,und warum der an derbezeichneten Stelle er-wähnte Heinrich Fassneraus der Liste derKünstlerweichen müsse, haben wirim Anhange zum drittenHunde No. 29H4 gesagt.Hans Fries oder Friessgehört zu den Malernaus dem Anfang desDi. Jahrhunderts, welcheaus Bescheidenheit oderLaune auf ihren Werken nichts beischrieben, und daher im Laufeder Jahrhunderte vergessen blieben, oder für welche wenigstens keinBild nachzuweisen ist. Die Nachrichten über diesen Hans Fries ver-danken wir, wie bereits bemerkt, der Bemühung des Herrn E. His-Heuslcr ir. Basel, welcher in seinem Cataloge der öffentlichen Kunst-sammlung in Basel 1862 S. 22 die merkwürdigen Gemälde des MeistersHF III. No. 915 beschreibt, aber erst im Mai 18011 zu der Gewissheitgelangte, dass der unter dem Jahre 1487 im alten Zunftbucbe derMiller zu Hasel erwähnte Maler Hans Friess der Verfertiger der Ge-mälde mit H F- im Museum zu Basel sei. Man hielt ihn immer füreinen Berner Künstler, indem im figürlichen Zeichen zwischen II Fein Berner Batzen eingezeichnet ist. Sein Zeitgenosse Valerius Ans-helm erwähnt aber in der Chronik von Bern keinen einheimischenMaler, auf welchen die Initialen passen, dagegen war ihm Hans Friesvon Freiburg bekannt, da dieser als berühmter Meister von der Re-gierung von Bern in einer Angelegenheit als Experte berufen wurde.Dadurch gewann die Vcrmuthung, dass die Gemälde im Basler Museumvon Hans Fries seien, grosse Wahrscheinlichkeit, und sie wurde zurGewissheit erhoben, als Herr His-Heuslcr in der ersten Zeit desJahres 1863 bei einem Antiquar in Basel zwei zu beiden Seiten be-malte Altarflügel entdeckte, deren Malerei den sechs Gemälden ausdem Leben der hl. Maria in der Kunstsammlung zu Basel nicht nurin auffallender Weise entsprechen, sondern die auch mit demselbenfigürlichen Handzeichen versehen sind, wie jene mit HF III. No. I>t3i