Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
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1 0 A N. Nr. 85.

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Dieses Ornament ist nur zur Hälfte gegeben. In der Mitte istein Dreifuss mit den Spuren zur Fortsetzung. Zanetti No. 209 er-kennt darin dieselbe Hand, welche das obige Zierblatt gefertigt hat.

32) Ein ornamentirtes Feld, unten mit zwei stehenden Kindern,welche zu den Seiten eines Dreifusses mit Ziegenköpfen Vasen halten.Oben stehen auf der Balustrade ein Satyr und eine Satyrin als Carya-tiden einer Cornische in Halbkreis, in welcher man eine Landschaftbemerkt. H. 7 Z. 4 L.? Br. 2 Z. 6 L.

Dieses von Zanetti No. 210 erwähnte Blatt ist sehr fein gestochen,und besser in der Zeichnung, als die obigen Blätter.

33) Arabeske, durch Menschen und Thiere gebildet. Oben spieltein Weib die Zither, in der Mitte ist ein geflügeltes Pferd mit demKopfe eines Kindes auf der Brust, und unten bemerkt man über demKopfe eines Satyrs einen Mann, ein Weib und ein Kind in liegenderStellung. Ohne Zeichen. II. 10 Z. 2 L. Br. 6 Z. 3 L.Dieses Blatt wird dem Antonio Bresciano zugeschrieben.

34) Ein Fries mit Trophäen rechts unten, von einer unvollendetenPlatte. Auf dieses Blatt, welches sich im Cabinet Sykes vorfand, machtOttley S. 567 aufmerksam.

35) Eine Verzierung in Form eines Dreiecks auf einem Untersatze.Die beiden durch zwei Eichstämme gebildeten, mit Laub und Eichelnumwundenen Beine tragen eine Vase, aus welcher Flammen heraus-schlagen. Unter dieser Vase schwebt ein Herz. Das Dreieck umfängtein Rund mit einer Rosenraute im Mittelpunkte. Darunter ist einFrazzengesicht mit offenem Munde, und einem Fruchtkörbchen aufdem Kopfe. Der Raum zwischen beiden Gegenständen wird durchSchlingwerk ausgefüllt, welches vom Kinne der Frazze ausgeht. OhneZeichen. Höhe mit Untersatz 8 Z. 1 L. Br. 5 Z. 7 L.

Dieses Blatt ist im Cabinet zu Wien vorhanden.

36) Reiche Arabeske mit Satyrn, welche am Fusse eines Piede-stals sitzend die Flöte spielen. Ueber jeder Figur ist ein Täfel-chen mit der Schrift: VICTORIA — AVGVSTA. Unten steht: 10.AN. BXV5 . II. 9 Z. 8 L. Br. 4 Z. 8 L.

Dieses Blatt ist freie Copie nach Nicoletto da Modena, B. No. 57.Die Composition ist in Metall, nicht in Holz geschnitten.

37) Zwei kleine Blätter, jedes mit Base und Capital einer antikenSäule. Ohne Zeichen. Diese Blätter werden im Cabinet Sykes erwähnt.

85. Unbekannter Formschnoider, dessen Lebenszeit die beige-j / ~j q fügte Jahrzahl bestimmt. Die Abbre-

J J) J) O viatnr findet man auf einem BlaWe > n

Helldunkel von zwei Platten, welches

1/1 AM T) r\ den sitzenden Heiland mit dem Rohre

l J " r\ M■ fS M > in der Rechten vorstellt. Pilatus mit

lu ^ , . Y dem Turban auf dem Haupte steht zur

Seite, und deutet mit dem Zeigefinger der rechten Hand nach ihm,als wollte er denselben dem Volke vorstellen, welches man aber nichtsieht. Ein jüdischer Soldat hält den Mantel des Herrn. Auf einemSchriftstücke in der rechten Ecke des Blattes steht: 10. AN. BO.H. 18 Z. 3 L. Br. 12 Z. 9 L.

Dieses schöne Blatt legt Marcliese Malaspina di Sannazaro ILp. 138 dem Giuseppe Nicolo Vicentino bei, und sagt: Stampa im-presso sopra carta tinta. Zani, Enc. met. p. II. Vol. VII. p. 182,fügt bei: A taglio solo, also bloss Strichplatte, und gibt keinen Ur-neber an. Letzterer ist sicher nicht Vicentini, welcher ganz anders,m der Manier des Hugo da Carpi, arbeitete. Man könnte eher an

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