Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
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2 IML-IMM. Nr. 4-8.

Dieses Blatt ist breit und geistreich radirt, und deutet der Techniknach eher auf das Ende des 10. Jahrhunderts, als auf 1S8S. Mankann auch annehmen, dass dieses Bildniss nicht aus dein Jahre derKrönung <les Papstes stammt, sondern später gefertigt wurde. Eingleichzeitiger römischer Künstler hätte es kaum gewagt, nntor deinpäpstlichen Wappen sein Zeichen so auffallend hervorzuheben. ImCabinct zu Berlin liegt diese Radirung unter den Blättern deutscherMeister.

4. J. M. Lerch, Kupferstecher, war in der zweiten Hälfte des/y. '\4 r r. 17. Jahrhunderts in Prag, und vielleicht auch in Polen

<J-J i- "L^-J ■ thätig. Dio Initialen seines Namens findet man aufeinem radirten und gestochenen Blatte, welches den König Michaelvon Polen auf dem Paradebette vorstellt. Unten steht: Trauriges

Todleti'Gerüst Über ------ Herrn Michael Gekrönten König in Pohlen

— — t073. Darauf folgt ein Gedicht von zwölf Zeilen, und dieAdresse: Lerch exe. IL 10 Z. 5 L. Br. 7 Z.

Lerch stach auch Bildnisse. Auf einem Blatte mit Apollo unddem Pegasus steht: J. M. Lerch f. Prag, 8.

5. Unbekannter Kupferstecher, welcher um I7H0 in Turin ge-7 HiA 9V/T C / l 0 "^ h aDC11 dürfte. Die Initialen seines Namens1 ■ JVL- JVi-OcvLp. mit dem Beisätze: Tavrini 17.i7, findet man

auf einem Blatte mit der Ansicht einer Strasse in Turin. Links imRande steht: Vve de la Rve dv Po avec P Illumination. | IgnaHusMassonvs Architect. ornavit, rechts: Veduta della contrada delPo $c. Die Initialen l. M. M. können sich nicht auf J. Massoni be-ziehen. Es handelt sich vielleicht um eine Copie nach einem der 14grossen Blätter in folgendem Werke: La sontuosa illuminazione dellacittä di Torino per lo sposalizio di Carlo Emmanuele ed Elisa-betha di Loreno —. Torino 1737, fol. Die Zeichnungen sind vonJ. Massone, Vittone u. A. Nach dem Cataloge der Bibliothek desGrafen Cicognara sind die Stiche mit Flciss und Aufwand behandelt,das Blatt mit I.M. M. ist aber von mittelmässiger Arbeit.

6. Johann Melchior Morikofer, Stcmpelschncider, geb. zu BernT M M 1 7 °6) B8st. 1761, gehört zu den tüchtigsten MeisternA. ivi. jh. seiner Zeit. Er fertigte den schönen Medaillon auf dieThatcn des Königs Friedrich des Grossen von Prcussen mit dessenBrustbild im Harnisch. Auf dem Revers schreibt die Geschichte seineThatcn auf: Veritatis Paradoxa. Morikofer oder Morikofer zeichneteauch /. M. MK. Es exigtirt eine Zinnmedaille mit seinem Bildnisse 1757.

7. Unbekannter Zeichner und Radirer, welcher gegen Endenfäl/frTo des 18. Jahrhunderts in Nürnberg oder Fürth thätig war.

tflÖlJ/IC • -D' e gegebenen Buchstaben findet man auf einem radirtenyecifc Blatte mit der Schrift im Rande: Prospekt der Rednitz-Mühle bey Fürth, in welcher J. J. M. M. der König und die Königinvon Preussen vom 16 bis 10 Juni 1709 zur Revue Zeit logirlhaben. II. 3 Z. 1 L. Br. 7 Z. ü L.

8. Johann Michael Mettenleiter, Zeichner und Kupferstecher,. .. der bayerische Godowiecki, behauptet unter dem Mo-

O M /U / 8 oo nogramm / jjf in. No. 2790 eine Stelle, und zu dieser be-merken wir noch, dass auf etlichen Blättern die gegebenen Cursivcn vor-kommen. Das eine von zwei Blättern nach David Tcniers hat denTitel: Hexerey, das andere: Schatzgräberey , 12.