Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
1076
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1070 IM. Nr. 2789-2791.

3) Nicolaus Nomius S.Th. LicM —. Denatus A". CLjljCXXVI.IT. 8 Z. 10 L. Br. 9 Z.

2789. Jan Miense Molenaer, Genre- und Landschaftsmaler, wel-(. . eher um 1040 — 1089 in Antwerpen thiltig war, scheint

r X\/\ d er Träger dieses Zeichens zu seyn. Wir fanden es auf\_J \ • einem kleinen Gemälde mit zwei Hauern am Kamine,und einer alten Frau unter der Tliüre. Das Bild ist in der Weisedes J. M. Molenaer behandelt, und er verbindet die Initialen auch mitdem Namen in ähnlicher Weise. Bartsch IV. p. I beschreibt ein ra-dirtes Blatt mit einer liederlichen Gesellschaft von Freudenmädchen,und R. Weigel fügt in den Supplementen S. I41S eine /weite Radirungbei. Sie stellt eine Kuchenbäekerin mit ihren sieben Kindern vor.Johannes Molenaer KiM. H. 3 Z. 3 L. Br. 3 Z. Ein drittes nichtbeschriebenes Blatt zeigt im Vorgrunde einer Landschaft eine Gruppevon Landleuten bei Bäumen vor dem Hause, auf welchem links eineFahne weht. Rechts sitzt ein Bauer neben dem Weibe auf dem Fasse,und rechts davon ein zweiter Bauer. Ein dritter sitzt links am Endedes Tisches im Gespräche mit einem anderen Manne, welcher vorndie Zither spielt. In der rechten Ecke steht ein pissender Bauer, indessen Nähe der Künstler ein Schwein gebracht hat. Links im Mit-telgrunde spricht ein Mann mit dem Weibe, und ein zweites Weib istam Brunnen beschäftigt. Den Mittelgrund schliesst ein Gebäude mitAltane, zu welcher eine Treppe führt. Hinter dem Hause ragen be-laubte Bäume empor, rechts öffnet sich aber die Aussicht ins Freie.Vorn gegen links am Boden: lo molenaer, das l fast (lerne gleichend.II. 4 Z. iy, L. Br. K Z. 10'/* "L.

Diese? Blatt ist mehr im Charakter des J. M. Molenaer behandelt,als jenes mit dem Schweiger unter den Freudenmädchen B. No. 1.Der Namo des Künstlers ist auf diesem Blatte nur im zweiten Druckevon fremder Hand beigefügt. Früher schrieb man das Blatt mit demHurrenhaus dem Jan Stcen oder dem P. Nolpc zu, d. h. im erstenDrucke vor dem Namen. In Walker's Paintcrs Etchings ist eine guteCopio nach dem ersten Drucke. In der Auktion der Sammlung desOberappellrathos J. J. Eisenhart 1861 wurde das Blatt mit der Baucrn-gruppe mit 127 fl. bezahlt. Das von Bartsch erwähnte Blatt ging zu31 H. weg. J. M. Molenaer malte auch unsittliche Bilder, und dess-wegen wurde wohl das Blatt mit den Freudenmädchen von einem spe-kulativen Händler mit dessen Namen versehen. Die grösste Anzahlseiner Gemälde stellt aber Bauern in der Art dos A. v, Ostade vor.

2790. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hafte des 17.

Jahrhunderts in Deutschland thätig war. In der Gal-lerie des Confercnz-Rathes F. C. Bugge zu Copenhagenwar bis 1848 ein Gemälde mit diesem Zeichen. Ineiner Gegend am Neckar steht ein Wirthshaus am Fusse des waldigenBerges, und davor ein grösseres Gebäude. Eine Frau bringt den Leutenunter dem Strohdachc das Essen. Der Fluss ist mit einer Menge vonkleinen Fahrzeugen bedeckt, und gegenüber sind die hohen, theilssteilen Berge bebaut. Dieses Gemälde ist fleissig vollendet, der Hin-tergrund aber zu blau. Unten ist das Zeichen.

2791. Jan Miel oder Miele, auch Meel, in der römischen Schil-dorbent Bieke, Bike und Jamieli, in der feineren Gesell-schaft Cav. Giovanni Milo genannt, wurde 1899 zu IJIardingenoder Viaardingen geboren, und kam im Manncsalter nach

Italien, wo er seinen Ruf gründete. Sein eigenhändiges Bildniss von

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