Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
1069
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I L N — I L 0. Nr. 2767-2770. 1069

2767. Jean Lenoble, Buchdrucker zu Troyes um 1595, bedientey t tjt sich eines Signets, welches einen aufsteigenden DrachenL .Li r. -L vorstellt, wie er mit den Krallen und dem Rachen eineSchlange festhält. Unter seinen Krallen stehen die Buchstaben / L N.Die Vignette ist ohne Einfassung, vom Schweife des Drachen bis zumKopfe 1 Z. 11 L. hoch.

2768. F. L. Neubauer, Kupferstecher, war um 1790 in Frankfurt^^, j a. M. thätig. Er arbeitete für das Krönungs-£/ o-6c// /culp • diarium des Kaisers Leopold II. Frankfurt 1791,

<-/ / fol. Auf Blättern dieses Werkes kommen dieCursiven vor.

2769. Jobann Lorenz Oexlein, Medailleur und Edelsteinschneider,I. L OE. | ß eu - zu Nürnberg 1715, gest. 1787, hinterliess eine be-TT OF ' 1 deutende Anzahl von Werken, welche sich unter jenen

..' [ seiner Zeitgenossen besonders auszeichnen. Im Jahre 1737I. L. Oi ) zum Medailleur an der Münze in Nürnberg ernannt, schluger jede andere Anstellung aus, obgleich ihn mehrere Regenten an ihrenHof ziehen wollten. Doch richtete er die Münze in Bayreuth ein, und1753 versah er die königlich polnische Münzstätte in Dresden mitStempeln, und verpflichtete sich, auch ferner den nöthigen Bedarf zuliefern, so dass er den Titel eines k. sächsischen und polnischen Hof-medailleurs erhielt. Im Jahre 1700 gravirte er für die bischöflicheMünze in Würzburg alle Stöcke, und drei Jahre später übernahm ereinen gleichen Auftrag von Seite des Bischofs von Fulda. Die Bildniss-medaille desselben, und jene auf die Vermählung des Markgrafen vonAnspach und Bayreuth 1759 gehören zu seinen schönsten Werken.Dann fertigte er auch mehrere Medaillen für Frankfurter Familien,unter welchen jene zur silbernen Hochzeit von J. G. Leerse sich aus-zeichnet. Ziemlich selten sind seine bischöflich bambergischen Sedis-vakanz-Medaillen. Eine solche von 1746 mit Kaiser Heinrich II. undden Wappen der Domherren hat 2 Z. IL. im Durchmesser und wiegt2'/a Loth. Diese Denkmünze ist mit dem Namen bezeichnet. Oexleinbediente sich aber öfter der Abbreviatur. So ist die kleinere Medaillemit demselben Avers und Revers /. L. OE. gezeichnet. Durchmesser1 Z. 8 L. Ebenso bezeichnet ist der Scdisvakanz-Thaler von 1753mit dem Kaiser Heinrich und dem hl. Georg zu Pferd. Durchmesser1 Z. 5 L. Die Sedisvakanz-Medaille von 1779 ist in den Bildern desKaisers Heinrich und seiner Gemahlin Kunigunde, dann in den Wappender Domherren mit jener von 1746 ziemlich ähnlich. Sie ist 3 Lothschwer und hält im Durchmesser 1 Z. 9 L. Der Sedisvakanz-Thalcrvon 1779 hat fast denselben Avers, wie jener von 1753, nur fehlt aufdem Revers das Monogramm. Durchmesser 1 Z. 5 L. Dann nennenwir auch noch eine schöne Bronzemedaille mit /. L. Ö. Eine genHimmel blickende Frau streut Weihrauch auf den Altar: Herr SchenkVns Deinem Volk Die Hoffnung Besserer Zeiten. Die Abkürzungfindet man auch auf dem schönen Dukaten mit dem Bildnisse derMaria Amalia, Gemahlin des römischen Kaisers Carl Albert (1756).Auch OE kommt auf Geprägen vor.

2770. J. Löfler, Kupferstecher, welcher im 18. Jahrhundert lebtej j..ß hinterliess mittelmässige Bildnisse, auf welchen die Abbre-

' viatur und der Name vorkommt. Seiner erwähnt Brulliotaber ohne weitereu Aufschluss geben zu können. In Cöln lebte einJohann Eckhard und ein Johann Heinrich Löffler, doch fällt ihreThätigkeit iu die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts.