I G G — I G H. Nr. 2433-2437. 945
2435. Johann Gottfried Grohmann, Schriftsteller und Radirer,C7 s-> p geb. zu Leipzig 1703, gest. 1805, ist durch einige Werke
^'x'a" u ^ cr Kunst bekannt, und für diese radirte er auch BlätterO u in Kupfer. Solche mit den Initialen des Namens sind in:Die Verhältnisse der schönsten Statuen des Alterlhums von J. A.David in Paris. Herausgegeben von J. G. Grohmann in Leipzig, 4.Von ihm ist auch : Kurzgefassles Handwörterbuch über die schönenKünste, von einer Gesellschaft Gelehrten. 2 Bände. Leipzig l~li)ft bis1798, 8.; Versuch zur Bildung des Geschmacks für Werke derbildenden Kunst. I. Leipzig /7W.5, 8.; Kegeln zur Karikaturzeich-nting nebst einem Versuche über die komische Malerei. Aus demEnglischen von F. Grose übersetzt von J. G. Grohmann. Mit 29radirton lilättern von Grohmann. Leipzig 1800, 8. Es erschien aucheine französische Uebersctzung: Principes de Caricalures, suicisd'un Essai sur la peinture comique. Paris 1(102, gr. 8. Auch indiesem Werke sind 29 lladirungen von Grohmann.
2436. Johann Gottlieb Glauber, genannt Myrtill, Landschafts-<7 C*' (i J- 1,ia ' er un( l Radirer, der jüngere Bruder des Johannesf7 C CT Glauber, gest. zu Breslau 1703 im 47. Jahre, hinter-em/ Jjj' Hess liilder in der Weise des Gaspar Poussin, besondersim Charakter der Idylle. Bartsch V. p, 397 beschreibt zwei radirteBlätter mit den Initialen des Namens, und ein drittes fügen wir bei.
1) Der Hirt und die Hirtin. Letztere sitzt auf dem Rasen beiihren Schafen, und der Hirt reicht ihr eine Schale. Rechts reicht eingrosser Baum mit der Krone in den Rand hinein, und links im Randestehen die zweiten Buchstaben. IL 7 Z. 8 L. Br. 5 Z. 7 L.
2) Landschaft mit einem vom Sturme zersplitterten Baume. ZweiMänner und ein Weib treiben erschrocken die Kühe fort. Links untenauf dem Boden: Gaspar Poussin Pinxit Romae. J. G. G. f. IL 10 Z.6 L. Br. 14 Z. 3 L.
R. Wcigel erwähnt in den Supplementen zum Peintre-graveur einenäusserst seltenen Probedruck vor der Schrift.
3) Landschaft mit Ruinen und einem antiken Monumente. Letzteressteht rechts mit einer Urne, in der Mitte erheben sich zwei grosseBäume, und vorn sitzen zwei Fischer am Ufer des Sce's. Den Grundbilden Berge und Gebäude, und im Rande stehen die ersten Buch-staben mit dem Beisätze : Romae. Höhe 7 Z. 9 L. mit 1 L. Rand.Br. 5 Z. 8 L.
Dieses Blatt beschreibt Brulliot, Robcrt-Dumesnil und R. Weigel.
2437. Slempelschneider und Münzmeister, welche /. G. H. undT p TT \ LG. IL F. zeichneten. Ihre Namen nennt auch Schlick-t' P Tt' r l cvscn > wir £ (>MC " dtet hier weiter ein, da die Angaben1. li. ti. i*. ) ttoer j q Holtzhey nicht genau sind.
Johann Georg Holtzhey, Medailleur, gehört zu den vorzüglichstenKünstlern seines Faches, und zeichnete gewöhnlich I.G.H.F. DerSohn des Martin Holtzhey, welcher 1097 zu Ulm geboren wurde, und1704 in Middelburg starb, erblickte er 1729 zu Amsterdam das Lichtder Welt. Der Vater war bis 1752 Münzmeister von Gclderland, späterjener von Zeeland, und hinterliess ausser den Münzgeprägen mehrereMedaillen, welche zu den schönsten Arbeiten dieser Art gehören. Joh.Georg Holtzhey war Münzmeister der Provinz Utrecht, und starb 1808.Von den beiden genannten Künstlern haben wir einen Catalogns vanMedailles belrekkelyk de Historie der Nederlanden. Amsterdam nr>5.J. G. Holtzhey hinterliess Medaillen auf Wilhelm IV. Friso der Nieder-lande. Jene mit dem Bildnisse desselben und der Jahrzahl i747 musa
Monogrammisten Bd. III. t>0