916 IF. Nr. 2302.
Engelchen Erndtc haltend, 4. Benützt zu verschiedenen Autographendes Erasmus von Rotterdam.
22) Titeleinfassung mit Venus und Cupido auf dem Wagen vonPferden gezogen. Vor ihm sendet Amor Pfeile nach einem Weibeund sechs Männern verschiedenen Alters. Dieser IF gezeichnete Frieskommt mit geringen Seitenleisten im Antibarbarus von Erasmus, Basel1520, und dann im Opus erudilissimum üivi Ireni in quinque librosDigestum. Basil., J. Fr oben 1526, vor, fol.
23) Titeleinfassung mit Tantalus in der unteren Leiste, wie er imStyx nach den über ihm hängenden goldenen Früchten hascht. Linksbei Pelops blickt Tantalus nach Jupiter und Merkur, und rechts wirdPelops von Ceres erhoben. Oben ist ebenfalls Jupiter und Merkur.Im Schilde des Tantalus / /'" auf schwarzem Grunde. II. 9 Z. 7 L.Br. (! Z. 5 L. Benützt zur Einfassung des Dedicationsblattes derOpera Q. S. Terlulliani. Basil., J. Frobenus, und zum Diskurse anReverendissimo in Christo patri, prinripi ac domino U: StanislaoTurzo episcopo Olomutzensi, — dignissimo, Bealus Rhenanus Se-letsladiensis.
24) Dieselben Seitcnleisten mit Tantalus und Pelops, oben miteinem Fries, welcher kämpfende Tritonen vorstellt, unten mit einemOrnamentstreifen. EL 9 L. Br. 4 Z. 9 L.
25) Titcleinfassung, unten mit einem Bacchanal, In Mitte des-selben wird Silen von zwei Faunen unterstützt, links liegt ein Mannauf dem Boden, und rechts schlägt ein anderer Mann einen zweitenzu Boden. Ueber diesem ist ein -I'äfelchcn mit /. F. Die Seitcnleistenenthalten Arabesken, links unten einen Satyr mit dem Weibe, rechtseinen anderen mit Kindern. Oben sieht man drei Medaillons mit Büstenvon Männern. H. 8 Z. 11 Z. Br. ö Z. 3 L. Angewandt zu Theophy-lacti Enarrationes in quatuor Emngelia. Basileae, And. Cra-tander 1025.
26) Das Uncial-Alphahet des Meisters I. F., im Durchmesser 1 Z.Ueber altdeutsche Holzschnitt-Alphabete gibt R. Weigel in Dr. Nau-manns Archiv für die zeichnenden Künste II. S. 193 ff eine höchstinteressante Abhandlung, welche auch apart gedruckt ist. Es sindCopien beigefügt, und von unserm Meister einmal der Uncial C, undein grösserer Buchstabe /. Man kann zwei Alphabcto unterscheiden,eines mit Figuren und ein anderes mit Thieren. Man findet sie inDruckwerken von J. Frobenius, A. Cratander und J. Hervagius, wiein Erasmi Adagia 1520, in S. Münsters seltenem hebräischen Ka-lender 1525, in Opera selecla Galeni 1520, in Grynäus Notus orbisRegionum, J. Hervag 1532, 1555, und einzeln spät noch in P. JoviiElogia virorum illuslrium 1575 und 15(17. Folgende Unciale be-schreibt Weigel, wir fügen aber auch jene bei, welche Wiechmann-Kadow im genannten Archive I. S. 128 aufzählt.
A. Zwei Satyrn, einer auf dem Hörn blasend.
B. Ein Bitzender Satyr.
C. Der Greis, welcher den Todtenkopf betrachtet, dabei ein Kind.
D. Ein Satyr mit dem Pfeil.
E. Zwei" auf einer Vase sitzende Kinder.
F. a) Drei Hasen, b) zwei Hasen.
G. Ein Reh auf landschaftlichem Grunde.
H. a) Sitzendes Kind, b) Hirsch und Hirschkalb./. Drei Papageie.
L. a) Ein Mann mit Fischschwanz und Schlange, b) drei Gemsen.M. Ein Triton mit dem Schnabel eines Vogels.