ID. Nr. 2203-2206. 883
der Künstler schrieb aber selbst J. iVArtois. Auf einer grossartigenWaldlandschaft mit St. Frauziscus Borgias in der Gallerie zu Wiensteht: Jacghes d'Arthois. Die obigen Initialen, aber noch etwas grös-ser, fanden wir auf einer vortrefflichen Landschaft in der Sammhingdes Herrn D. Lenoir zu München.
2203. Jean Dassier, Medailleur, zeichnete gewöhnlich ID undT DAS FTV t.D.F., diese Abbreviatur findet man aber auf einemi. L»ÄQ.üil r. scnonen un( ] seltenen Bronzemedaillon mit dem Bild-nisse des Grafen Johann Maria Mazznchelli von 17!!2. Auf der Rück-seite ist der venezianische Löwe mit dem Schwerte, und der Prospektder Stadt Venedig. Dieses Werk ist von J. Dassier und seinem Sohne.
2204. Jacques Dassonvillc fand unter den Initialen D J S II.3fi«flm, No. 1171 eine ausführliche Stelle, und hier handelt es sich da-her nur um zwei radirto Blätter mit der Abbreviatur des Namens,welche Robert Dumesnil P.-gr. fr. I. No. 7 und 31 beschreibt. UnterDJS haben wir Supplemente zu dessen Werk gegeben.
1. (R. D. No. 7). Die Sängerin. Sie sitzt links am Tische miteinem Notenblatt in den Händen, und wendet den Kopf nach demManne, welcher ihr Tabakrauch in das Gesicht bläst. Auf einem Holz-block sitzt ein zweiter Mann mit dem Kruge in der Hand zur Seiteeines Kindes, welches zu singen scheint. Im weissen Hintergrunde be-merkt man eine andere Person, deren Mütze mit einer Feder geziertist. Rechts oben in der Ecke steht J. Daffon. II. 2 Z. 9 L. Br.2 Z. 7 L.
2. (R. D. No. 31). Die beiden Verliebten. Man bemerkt sie imMittelgrunde eines Zimmers hinter dem links schlafenden Manne. Inder Mitte des Blattes sitzt ein Mann mit Glas und Krug in den Hän-den, und ein Kind schmiegt sich an seine Seite. Hinter ihm sitzt einanderer Mann mit auf den Boden geheftetem Blick. Im Grunde rechtskniet ein Kind, und gegenüber trinkt eine Alte neben dem stehendenRaucher aus dem Kruge. Links im Rande: J. Dasson. II. 3 Z. 2L.Br. 4 Z. 8 L.
2205. Johann de Bull, Goldschmied und Kupferstecher, ist schont r\ T> unter den Initialen Ii*D*B* No. 840 eingeführt, man findet
T r> rt a ' )er auc k c ' uo I<0 '8° von sccns ß lättern mit Goldschmicds-•'■ L>- "• Ornamenten auf schwarzem Grunde mit den BuchstabenI D B. Auf dem ersten Blatte steht der Name: IOHANN D BULL.H. 2 Z. 7 L. Br. 2 Z. 1—4 L. Im Cabinet Cicognara II. No. 1179ist angegeben, dass unter dem Namen des Stechers die Adresse: Aeg.Sudeler exeudit Pragae 166b, stehe. Zu dieser Zeit lebte AegidiüsSadcler nicht mehr, und es dürfte daher 1004 heissen. J. Bull, auchHans Bull genannt, arbeitete schon IBM, wie No. 840 zu ersehen ist.Dann findet man auch eine Folge von sechs Blättchen mit Gold-schmieds-Ornamenten mit den Buchstaben J. D. B. und den Jahr-zahlen 1602 und 1603. Diese Blätter gehören dem J. Bull wohlnicht an, sondern dem Israel de Bry. Eine andere Folge stellt inFiguren mit Ornamenten die fünf Sinne vor, und ist von demselbenJ. D. B.
2206. Stempelschneider und Münzmeister, welche Stempel mitTUR diesen Buchstaben zeichneten. Ihrer erwähnt Schlickeysen
T ' '" in dem Werke: Erklärung der Abkürzungen auf Münzen1. 1). 13. r. d es Alterthums — und der neueren Zeit S. 150.
Justinus de Beyer, geb. zu Basel 1608, gest. 1738, schnitt alsSiegelstecher auch Stempel zu Medaillen, deren /. D. B. und /. D. B. Fgezeichnet sind.
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