Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
866
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860 ICP —ICR. Nr. 2141-2144.

2141. Glulio Cesare Procaccini, Bildhauer, Historienmaler und/. C. P. | Radirer, geb. zu Bologna l!>84, gest. zu Mailand 1626;

/' C Proc 1 ^° ^"^ ot man angegeben, aber nur nach einer will-' ' _ f * [ kürlichen Zeitbestimmung des Orlandi. Malvasia und1. L.Pro. In.) Baldinucct geben keine Daten, Mariette beruft sichaber in einer Note zum Abecedario auf den Canonicus Carlo Torrc,welcher sagt, dass Giulio Cesare Procaccino in einem Aller von UliJahren gestorben sei. Wenn also der Künstler 1626 gestorben ist, sowurde er 1571 geboren. Procaccini übte viele Jahre die Plastik, underst auf Zureden seines älteren Bruders Camillo ergriff er den Pinsel.Desswegen nennt ihn Lomazzo in seiner Jdea del lempio löOU nochnicht, sondern nur den Ercole und Camillo Procaccini. Soprani istder einzige Schriftsteller, welcher ein bestimmtes Datum angibt. Ersagt, dass der Künstler 1618 von Carlo Doria nach Genua berufenwurde, und dass er daselbst viele Werke ausgeführt habe. Die Ini-tialen /. C. P. und die Abbreviatur 1. C. Proc, findet man auf Kupfer-stichen nach Procaccini, und es könnten daher auch Gemälde auf dieseWeise bezeichnet seyn. Die dritte Reihe der Buchstaben stehen aufeinem schönen Blatte mit dem Kniestückc der Madonna mit dem Kinde.Es ist von dem Monogrammisteu I. No. 0ä4 gestochen, und 1. c. be-schrieben.

Im Künstler-Lexicon XII. S. 8ä haben wir zwei radirte Blättervon der Hand dieses Meisters beschrieben. Ein drittes Blatt stellt dieMadonna sitzend nach rechts mit dem Kinde in den Armen vor. Letz-teres legt den Kopf an ihre Achsel. Links hinter der hl. Jungfrauerhebt ein Engel den Kopf, und- rechts bemerkt man den Kopf deshl. Joseph. Links unten steht in zwei Zeilen undeutlich und verkehrt:Giulecesar Procac, und unter dieser Schrift deutlich: Proc. DiesesBlatt ist 2art radirt, hat aber ein unvollendetes Ansehen. H. 5 Z.Br. 3V„ Z.

2142. Johann Christian Reinhart, Landschaftsmaler und Radirerrß t (1761—1848), ist unter den Cursiven CR II. No. 619

3 C ■~% +&c- bereits eingeführt, und wir beziehen uns zunächst, auff^tyma, jenen Artikel. Beinhart zeichnete auch Gemälde /. ('. /<.,1803 meist mit Beifügung der Jahrzahl. 1. ('. R. fß34ROMA steht auf einem schönen Gemälde der herzoglich Leuchten«berg'schen Gallerie zu St. Petersburg. Die Cursiven /. C. R. findetman auf radirten Blättern mit Studien von Böcken und Ziegen, mitKöpfen von Ochsen, Kälbern u. s. w., qu. 8. Reinhart hat viele Blät-ter radirt, es ist aber kein genaues Verzeichniss hergestellt.

2143. J C. Rosch, Zeichner und Kupferstecher, war um 17110 in

p P Augsburg thätig. Er arbeitete für das Ornamentenwerk, wel-I. (j. K. c ^ eg ] )f! j n Gr tel in Augsburg erschien. No. W bildet eineFolge von 12 Blättorn mit Wandubrengehäuscn und Grottenwerk, ge-stochen von G. Thelott, kl. fol. Dann hinterliess er eine Folge von12 Blättern mit den Vorstellungen der zwölf Monate in schönen Ein-fassungen in demselben Geschmacke, kl. fol.

2144. Joseph Carl Roettiers, Medailleur, geb. zu Paris 1601, gest.T P n 17 70, arbeitete in Paris, Nancy und Wien, und erwarb sieh1. L>. lt. mit 3e ;„ cll Arbeiten Ruf. Auf seinen Medaillen kommt derName vor, seltener sind die Initialen beigefügt. Wir finden sie aufder schönen Medaille mit dem Bildnisse des Prosper Joliot de Cre-billon von 1740. Der Revers stellt denselben am Tische sitzend vor,auf welchem Hammer, Zange u. s. w. liegen. Rechts von ihm sitzt