Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
856
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MM I C D C — I C E. Nr. 2100—2102.

6) Vier Landschaften mit Meierhöfen, und Bauern zu Fuss undzu Pferd, J. C. Oiefasch inv. et fec, 4.

7) Zwei Landschaften mit Figuren und Vieh, schmal qu. 8.

8) Zwei Blätter mit ISaucrngchöfton und Utensilien, kl. qu. 4.

9) Landschaft mit einer ruhenden Ziege , qu. fol.

10) Vier Landschaften mit Hirten hei der Ilecrde und Reisenden, 4.

11) Vier Landschaften mit Bauern zu Fuss und zu Pferd. Christ.Weigel sen. vidna exeud., gr. 8. Sehr selten.

12) Paysaycs et aulres sujets inv. et i/rav. par J. C. Dielzsch etä trouver chez Erauenhoh ä SSurembery. No. 1—30, und verschiedenenFormats.

Die Blätter von Dietzsch erschienen früher in kleineren Folgen,meist ohne Nummern und ohne Adresse. Frauenholz sammelte diePlatten, und veranstaltete eine neue Ausgahc. Die Andrücke mit derAdresse von Frauenholz sind daher von zweiter Art.

2100. Jean Claude de Cock, Maler und Radirer, war um 1090-1710/ C fi C '" Antwerpen thätig, fand aher hei Immerzeel und Kramm

keine Stelle. Er hinterließt Zeichnungen historischen undmythologischen Inhalts. Sie sind mit der Feder geistreich behandelt,dann auch mit Rothstein und in Sepia übergangen. Auf Zeichnungenkommen die Initialen vor. Ein von J. de Cock radirtes Blatt stelltdie Marter des hl. Quirin vor. Es wird ihm in Gegenwart des römi-schen Volkes dio Hand abgehauen. Juan Claude de Cock fecit, kl.i|u fol. Dieses Blatt ist selten. *

2101. Jean Court, dit Vlgler, Emailmaler, war um ltiSO—1860

■T.r.T). V. in Limoges thätig. Man wollte früher diesen J. Court mit•I«V rv j ean Courtois identificiren, Graf L. deLahorde, Nolice desEtnaux. Paris 1062, p. 209, hat aber den Irrthum historisch nach-gewiesen. Es findet sich nämlich ein Docuinent des 16. Jahrhunderts,in welchem „Jelinn Court, dit Viyier, esmailleur et petit Jehan sonfils, weiter: Jehan Courleis, und zulezt les heoirs de feu Courteis,esmailleur" genannt werden. Jean Court ist also von J. Courteis oderCourtois verschieden.

J. Court dit Vigier bezeichnete seine Emaillen mit den Initialen/. C. D. V. und auch mit dem vollen Namen. Mr. L. de Laborde be-schreibt mehrere Werke von seiner Hand, darunter sind aber nur zweimit dem Namen und den Jahrzahlen 1551 und 1556 verschen. DenNamen und die Jahrzahl IBSß trägt auch eine Platto mit der Ausstel-lung Christi in der Kunstkammer zu Berlin, wo aber diesem Künstlerauch Emaillen von Jean Courtois zugeschrieben werden.

Diese Emaillen beurkunden einen Künstler von Talent und Gefühl,welcher im Besitze vollkommener technischer Mittel war. Seine Bildersind geistreich und delicat behandelt. In Zeichnung und Anordnunghat er das Verdienst eines Pierre Raymond, und im technischen Theilcviel Verwandtschaft mit L. Limosin und M. Didier. Er malte aus-schliesslich grau in grau, gab aber den Figuren eine leichte Carnation.Auch mit Goldlichtern sind seine Bilder gehöht.

2102. Johann Christian Eberhard, Münzmeister in Saalfeld vonT C p 17ii;i—17ti!i, und dann in Bayreuth bis 1708, zeichnete

• • Münzstempel /. C. E. Dasselbe ist mit seinem Sohne Jo-

hann Christoph Eberhard der Fall. Er wurde 1803 Münzmeisterin Wertheim.