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nur dio Gruppe leicht anschattirt. Unten in der Mitte stehen dieBuchstaben IC. H. 8 Z. 6 L. Br. 4 Z.
Heinecke schreibt dieses Blatt dem Hans von Culmbach zu; dieserMeister bediente sich aber eines aus H C und H K bestehenden Zei-chens, und man könnte daher eher für Johannes Cranach entscheiden.Es ist diess der ältere Sohn des Lukas Cranach, dessen künstlerischeBedeutung erst Schuchardt (L. Cranach des alteren Leben &c. LS. 116)hervorgehoben hat. Dem Johannes Cranach, welcher 1536 in Bolognastarb, wird in einem langen lateinischen Klagelicdo auf seinen Tod derschärfere Geist, und dem Vater nur das grössere künstlerische Ver-mögen zugeschrieben. (Tu plus ingenii, genilor plus artis habebat.)Es werden in diesem Gedichte dem Johannes Cranach neben einigenkirchlichen Bildern besonders Darstellungen mythologischen Inhaltsnachgerühmt, und es wird gesagt, dass er Luther's Bildnisse zu Tau-senden gemalt habe. Schuchardt hat S. 118 eine Reihe von Bildernzusammengestellt, die sich, namentlich in den weiblichen Gestalten,durch einen zarten bläulichen Silberton, und das geringere Hervor-treten der dem Vater eigenen scharfen Umrisslinien auszeichnen, undvon ihm herrühren dürften. Der Holzschnitt mit Herkules und An-theus lässt sich darnach allerdings nicht beurtheilen, mythologischeVorstellungen hat aber Johannes Cranach geliebt. Für Hans vonCulmbach können wir nicht stimmen, und es bleibt uns dieselbe Ver-muthung, wie dem IL von Heinecke. Doppelmayr sagt zwar ebenfalls,dass H. von Culmbach in Holz geschnitten habe, hat aber keinensicheren Grund. Sollte indessen der Holzschnitt aus dem Anfange des16. Jahrhunderts stammen, wie BruJliot IL No. 1365 angibt, so könnteihn Johann Cranach nicht gefertiget haben. Es lässt sich aber dieZeit nicht genau bestimmen.
2058. Johannes Clein, Buchdrucker in Lyon, bediente sich einerVignette als Adresse mit dem gegebenen Zeichen, welcheswir hier geben, weil man diesem Manne auch jene Kupfer-stiche zuschreiben wollte, welche IC gezeichnet sind, undB1SI c ' ,,rm kölnischen Meister angehören. Johann Clein druckteICIlSU 1511 auf Kosten des Anton Koberger in Nürnberg den Ilor-BSt | tulus animae mit 70 Holzschnitten. Weitere Ausgaben ausCleinTOffizin folgten 1513, 1516, 1517 und 1519. Die Holzschnittesind aber nicht von Clein, und er ist daher nur als Drucker zu be-trachten. Ein anderes Werk mit vielen französischen Holzschnittenhat den Titel: Diss seint die syben zeyl oder der Curss vo vnserlieben Frauwen, als sie zusammB bracht vnd gemacht seint in dem
concilio tu Claremont. ------. Gedruckt vnd geendet zu Lion durch
Johanna clein für den Ersarnj- vnd weysen Herren Her AnthoniumKoberger Burger zu Nürenbera — MCCCCCX1II, kl. 8. DiesesBuch enthält Heiligenbilder mit Randleisten, muthmasslich in Abklat-schen, wenn nicht die Originalstücke in der Offizin waren. In Druck-werken grossen Formates ist auch das Zeichen des J. Clein grösser.Die Buchstaben /C, wie oben nach dem kleinen Signet gegeben, kom-men in einem Schilde vor, welcher in der Mitte der Vignetto am Baumehängt, und den ein Band vielfach umschlingt. Den Schild halten zweisitzende Löwen. Unten im Bande steht der Name des Buchdruckers.Johannes Clein hatte Signete je nach der Grösse des Formates derDruckwerke. In der mittleren Vignette sind über dem Kreise zweiPunkte, und unter den Initialen je ein Punkt. Man findet sie inRoberli Hollrot (statt Holcot) opus quaes£ sup. libros senlent. —.Am Schlüsse: Lugduni in aedibus Johanms Clein impress. iSiO, 4.