Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
798
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798 IAW. Nr. 1914.

I A V. Zürych 1886 f —. Die Platte wurde später zu irgend einemanderen Gebrauche abgeschnitten. Bei Bartsch, Brulliot und Beckerist das Blatt nicht beschrieben. II. 10 Z. 8 L. Br. 20 Z. 3 L. Bartschzeigt das Werk von [j. Fronsperger Überhaupt nicht an, sondern No. 12nur im Allgemeinen II radirte Blätter mit Trnppcnzügen, Lagerplätzen,See- und Landschlachtcn u. s w. Becker, Jobst Amman etc. S. 30e.,geht bei der Beschreibung des Kriegsbuches von 1873 näher auf dieHolzschnitte und Radirungcn ein, weiss aber nicht, dass ein paarPlatten zweimal mit einigen Veränderungen für Fronspcrgcr radirt,und dass grosse Platten später durchschnitten wurden. In Halltenmit nothwendig gewordenen Abänderungen dienten die Abdrücke zurIllustration von Jacobi Franci Relalio historica quinquennalis.Wahrhafftifie Beschreibung etc.

Das erste der oben gegebenen Zeichen fügt Brulliot I. No. 130mit der Bemerkung bei, dass es in Fronsperger's Werk vorkomme.Wir haben dasselbe nicht bemerkt, es müsstc denn soyn, dass Exem-plare vorkommen, in welchen die Feder des zweiten Zeichens nichtausgedruckt ist. Das zweite Monogramm steht auf einem Blatte, welchesein Lager vorstellt. Links bilden Kanonen und Protzwägen, rechtsPack-, Munitions- und Ponlonswägen einen das Lager umfangendenHalbkreis. Im Vorgrunde sieht man einen Fluss, in der Ferne linksoben eine gestürzte Bergfeste. Rechts unten ist das Monogramm.H. 9 Z. 0 L. Br. 13 Z. 7 L. Becker nennt S. 34 (70 r.) eine halb-runde Wagenburg an einem Flusse, und gibt das Monogramm mitdem Kreuze, aber ohne Feder. Es handelt sich um das be-schriebene Blatt.

Das dritte Zeichen findet sich -auf grossen Radirungen mit Sce-nnd Landschlachten gegen die Türken, jede aus zwei Blättern be-stehend. Frenzel beschreibt sie im Catalog Sternberg II. No. 123(i'iso ungenügend, dass man über den Inhalt nicht im Klaren ist. Biswird lilos bemerkt, dass auf einem Blatte, bei einem Castell, sichAmman's Zeichen mit der Jahrzahl 1564 befinde, worüber links imVorgrunde des Wassers ein Monogramm zu bemerken sei, welchesnach Frenzel's flüchtigem Facsimile dem dritten der obigen Zeichengleichen, und nach seiner Angabe auch auf einem zweiten Blatte wiedervorkommen muss. Nach Brulliot steht dieses Zeichen auf radirtenBlättern in L. Fronsperger's Kriegsbuch, wir haben es aber nicht vor-gefunden. Auch Becker hat die Blätter nicht genau beschrieben, ob-gleich er S. 1915 No. 100 sagt, dass sich diese Radirungen auch inder Berliner Sammlung befinden. II. 9 Z. Br. 13 Z.

Ein anderes, Becker unbekanntes Blatt stellt eine venetianischeStaatsaktion in einer Landschaft vor. Im Vorgrunde empfangen achtreich gekleidete Senatoren zwei türkische Gesandte. Oval in die Breite,unten links I A, rechts vZ. H. 9 Z. 10 L. Br. 13 Z. 3 L.

1914. Johann Andreas Wolff, Historienmaler, geb. zu Münchenl(i!>2, gest. 1710, hinterliess in den Kirchen Münchens undin anderen bayerischen Städten und Klöstern zahlreicheAltargemäldc, und auch viele Staffcleihilder, deren man inSammlungen findet. Auf solchen, und namentlich auf Zeich-nungen . welche einen geistreichen und fertigen Künstler verrathen,kommt das Monogramm des Meisters vor. Bartolomäus Weiss besassviele Zeichnungen von ihm, welche er zu seinen Radirungen ohne An-gabc des Erfinders benützte.