IAG. Nr. 1857—1861. 781
nehmen, dass die Conception von ihm herrühren dürfte. Es fragtsich aber, ob das Bild von Jost Amman selbst gemalt ist, oder vondem Meister mit dem zweiten Zeichen. Da indessen ein Kupferstichin Oel nachgeahmt ist, so könnte das zweite, als jenes eines Stechers,fingirt seyn.
1857. Johann Andreas Gebhard, Maler in Nürnberg, war um169.1 —1720 thätig. Er malte Fa^aden von Häusern, welche
T/K*" Doppelmair zu sehr rühmte. Diese Malereien sind alle zu GrundeJ^*^-gegangen, man findet aber noch Zeichnungen von seiner Hand,welche eben keinen grossen Künstler verrathen. Auf den meisten istdas Monogramm mit dem Namen verbunden.
1858. Jacobus Gole soll das Bildniss des Königs Carl XII. vonI A C fe Schweden in Schabmanier bekannt gemacht haben, kl. fol.
"> ' Auf diesem Blatte kommen die Initialen /. A. G. vor.Brulliot II. No. 1405 bezweifelt aber, ob dadurch der genannte Künstler,welchen er irrig Jan Gole nennt, seinen Namen angegeutet habe. Erbediente sich zwar gewöhnlich eines aus JG bestehenden Monogrammes,es wird ihm aber auch das Bildniss des Königs von Schweden angehören.
1859. Johann August Grosmann, Zeichner und Kupferstecher,<7 4 r v *t for geboren zu Königsberg 1744, übte seine KunstJ.^v.^.-uw ei/ jcc. i n Augsburg, und arbeitete besonders für Buch-händler. Die Cursiven findet man auf Blättern in Almanachen. Starbum 1798.
1860. Jobst Amman soll nach Bartsch der Träger dieses ZeichensoK5\7^ seyn ' welcn es aber ursprünglich weder auf einem Holzschnitte,TAäVx^ noch auf einem Kupferstiche vorkommt. Der genannte Schrift-steller macht im Peintre-graveur IX. p. 353 No. 1 auf eine Folge von42 radirten Blättern mit Darstellungen aus der Apokalypse aufmerk-sam, wovon acht mit dem Monogramme G. P. bezeichnet sind, welchesnach Bartsch Gerhard P. von Groningen bedeuten soll. Auf dem erstenBlatte mit Johannes vor dem Manne mit dem Schwerte fand Bartschdas gegebene Monogramm und dio Jahrzahl 1565 mit der Feder ein-gezeichnet, was ihn auf die Idee brachte, dass J. Amman die Blätternach dem Meister G.P. radirt habe. Allein derjenige, welcher dasMonogramm einzeichnete, war mit J. Amman vollkommen im Irrthnm.Jedenfalls sind die Blätter aus dem Verzeichnisse der Radirungen desJ. Amman zu streichen. Bartsch gibt das Zeichen im zehnten Bande,Table des Monogrammes pag. 10 No. 172 mit N. B. darüber. Hellerfügte es in der Geschichte der Holzschneidekunst S. 198 in derselbenForm bei, obgleich Bartsch nur ein Notabene andeuten wollte. C. Beckermacht in der Vorrede zu seinem Werke über Jobst Amman VIII. inder Note darauf aufmerksam, mit der Bemerknng, dass ihm die Be-deutung der Buchstaben G P nicht bekannt sei. Wäre das Zeichen wirk-lich einradirt, und käme es auch auf anderen Blättern vor, so könnteman Pictor und Gradirer lesen. Der Buchstabe G kommt im Mono-gramme Amman's vor, und kann nur Gradirer bedeuten, da in jenerZeit gewöhnlich „gradirt" statt radirt gesagt wurde. Die erwähntenBlätter mit apokalyptischen Vorstellungen haben wir im Artikel desCrispin Paludanus von Groningen III. No. 231 beschrieben.
1861. Jacques Granthomme, Kupferstecher und Verleger, war um_ 1580 in Paris thätig. Wir haben seiner unter dem
Ja. want exe. jyi ono grammc IGHT erwähnt, und werden unter derAbbreviatur J. Grüt und J. Grantho auf ihn zurückkommen. Hierhandelt es sich um das Bildniss des Herzogs von Lothringen, nach J. Rabel.