608 II V. No. 1594 — 1595.
1594. Hurel gehört zu den unbekannten französischen Malern.
II »■ I r /.'/ Er blühte um 1650, und hinterließ ein fein radirtesuurei \em. B]att mi( . der h , i]1(fin Fjglu . dor h ,_ Cäcilia _ sio spieU
vor dem Tische die Violine, und blickt nach oben. Im Grunde rechtsist eine Orgel und unten steht nnorthographisch: S. Caecilia. | Lau-date domlny Cordis et Organo, 4. Charles David hat nach ihm dieheil. Lucia gestochen.
1595. Heinrich Vogtherr sen undjun., Maler und Formschneidervon Augsburg oder Strasslrarg, behaupten im Künstler-Lexicon X.X. S. 501 ff. eine ausführliche Stelle, und
[fvtI w ' r K°ben daher nur einige Zusätze zu jenem Artikel.>,l --J-l Die Ilolzschnittbibel dieses Mc'isicrs ist. bereit« an-gezeigt, das neue Testament erschien aber nicht 1537 bei Johann Grie-ninger in Strassburg, wie wir früher angegeben haben, sondern 10 Jahrefrüher, unter folgendem Titel: Das neüw Teslamet kurz vnd gründ-lich in ein Ordnung vnd text — durch Jacobum Beringer Levit.Strassburg, Joh. Grieninger 1527, fol. Die vielen Holzschnitte imTexte sind mehrscenig, und füllen die ganze Seite, es kommt aber nurauf etlichen Blättern das kleine Zeichen vor. Dasselbe Zeichen, wieoben im grossen Täfelchen gegeben, steht aber auf dem reich ausge-schmückten Titelblatte. lieber einer Gruppe von Andächtigen auf denKnien, voran der Papst und der Kaiser, umschweben Engel die heiligeDreieinigkeit. Links hinter den Geistlichen stehen Johannes und Lu-kas, und darüber auf der Tafel: Das ist das brof gottes etc. Rechtshinter den Weltlichen stehen Markus und Matthäus einen Korb mitdem Buche tragend, während die anderen Evangelisten das Buch ausdem Korbe nehmen. Auf der Tafel über ihnen liest man: Ick bin dz,lebendig brot etc. Das Täfclchon mit dem Monogramme liegt zwischenPapst lind Kaiser. II. 7 Z. 9 L. Br. (5 Z. Passavant III. , p. 345:beschreibt dessen Holzschnitt nicht als Titelblatt der Bibel.
Die Theile des alten Testaments erschienen nicht in einem Jahre:Das Dritte theyl des Alten Testaments. Durlach 152!); Das Ersttheyl. — Strasssburg, W. Kopphl 1530; Das Ander theyl, Strass-burg, Wolff Kopphl, 1530; Apocrypha. Strassburg 1532, fol. DieseBibel ist sehr selten, kein Holzschnitt des alten Testaments trägtaber das Zeichen. Diese Holzchnittc erinnern an die Sichtung desH. Burgkmaicr, und anderseits auch an jene des älteren II. Ilolbein,die Bilder des neuen Testaments aber sind nach Art der Alten ge-ordnet, in mehreren Scenen auf einem Blatte. Es wäre wohl möglich,dass nur diese von Vogtherr gezeichnet seien.
Das Kunstbüchlein des II. Vogtherr haben wir ebenfalls im Künstler-Lexicon angezeigt. Die Originalausgabe mit Holzschnitten von p. 1 — 56hat den Titel: Liure artificier tres profitable pour peinlres, tailleursdes imaiges, orfeubres et plusieurs autres gens ingenieuses, par feuH. Vogtherr peintre <) Strasbourg. Dann der Titel in deutscherSp ache: Ein fremds vnd, wunderbars Kunstbüchlein allen Malern,Bildschnitzern, Goldschmieden nutzlich zu gebrauchen, durch Hein-rich Vogtherrn. Strasburg. Martin Bertram, S.A., kl. 4. Diese Aus-gabe erschien 1537. Die zweite besorgte Heinrich Vogtherr juniorKunslbüchlein, Vonn allerley seltzamen, vnd wunderbaren frembdenStucken, so gemeinlich viel sinnens vnnd nachdenkens haben wollen.— — Gestellt durch weyland Heinrich Vogtherr, Maler vnd Bür-ger zu Strassburg. Gedruckt zu Strassburg, durch Antonium Ber-tram,. 0. J. (i53(1), 4. Auf dem Titel sind die Bildnisse der beidenVogtherr in Medaillons. Nach der Umschrift stand der ältere Hein-