Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
591
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HS. Nr. 1489 — 1460. 891

mit der Jahrzahl 1!J30 darüber, und unter dem Wappen bemerkt mandas erste Zeichen, 12. Im zweiten Drucke wurde das Todesjahr Beham'sbeigelügt: Oliiit 1533.

Das zweite Monogramm kommt auf dem Druckerzeichen dos FranzBeham vor. Auf einem von Tannenreis und Tannenzapfen umschlossenenHügel nährt der Pelikan seine Jungen mit dem Blute. Unter deinSterne oberhalb des Vogels steht: SIC, und auf dem um den Hügelgezogenen Bande: BIS <JVI DILIGVNt. Rechts unten auf dem Steineist das Zeichen. Unter der Vignette sieht, ein vierzoiliges lateinischesLobgedicht: Kxemplnm ueri Pelicatium cvrnis amoris etc. etc. H.S Z. Br. 3 Z. 8 L. Dieser Vignette bediente sich 1«'. liebam auf demTitel, oder auf dem Schlusslilatte der Druckwerke aus seiner Of-fizin, wie in Hoffmayster's Verbuni Bei Coro Factum —. Moyunliae154-0, in den Constitutione* conciiii l'rocinciali.t. Moyunhni —.Anno Domini, MÜXLIX; Inslitutio ad pielatem Christianam, IMO.

In Würdtwein's Bibliotheca Moguntiana p. 182 kommt eine radirteCopie vor, in welcher das Zeichen nicht genau gegeben ist.

1459. S. H. Jarwart zeichnete Umrisse zu Uhland's Balladen und■f Romanzen, und es sollten sechs Hefte werden. Im Jahre

IP |x|54 1834 erschien zu Nürnberg das erste mit einem allegorischenf Tittelblatte und vier von A. Flcischmann radirten Illustrati-

onen. Auf allen diesen Blattern kommt das gegebene Monogramm desZeichners vor, jenes zum Gedichte: „das Schwert',, trägt auch die leichtgerissenen Buchstaben A F., worunter der Radirer zu verstehen ist.

1460. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1866 thätig war.T c*r 19 T Bartsch IX. p. 826 ist geneigt, das Blatt mit Adam undiJPT_,J^L Eva dem Franz Floris zuzuschreiben, da er den Cha-rakter dieses Meisters darin findet. Dieses möchte nun hinsichtlich derZeichnung der Fall soyn, in der Behandlung der Nadel und des Sti-chels findet aber keine Aehnlichkeit mit den Blättern des Franz FlorisStatt. Im Blücher'schen Cataloge I. Nr. 3134 wird das Blatt mit Adamund Eva dem Herkules Setti zugeschrieben, an welchen aber noch we-niger zu denken ist, als an F. Floris. Das Blatt mit dem Gastmahle inder Laube schreibt Frenzel im Catalog Sternberg II. Nr. 127!) dem-selben Meister zu, er findet aber darin einen Anklang an die älterefranzösische Schule. Diese Radirnng ist mit dem zweiten Zeichen ver-Behen, welches Frenzel vielleicht nicht ganz genau gibt. Wir habendieses seltene Blatt nicht gesehen.

1) Adam und Eva. Adam sitzt links auf einer Erderhöhung, undempfängt mit der linken Hand den Apfel, welchen ihm Eva reicht.Letztere hält in der Linken einen zweiten Apfel, welchen sie aus demMunde der den llaum umringelnden Schlange genommen hat. ImGrunde breitet sich der paradiesische Garten aus, und in diesem isteine grosse Anzahl von verschiedenen Thieren. Im (irunde des Gartensist die Erschaffung des ersten Menschen vorgestellt. Links unten be-merkt man das erste Zeichen mit der Jahrzahl 1866, und in der Mittesteht: Cum priuilegio ad Sexenium. H. 16 Z. Br. 21 Z. 9 L.

2) Ein Gastmahl von sebs I'ersonen am runden Tische unter einerWeinlaube. Links ist der Flötenspieler, und neben ihm ein Mädchen,welches die Guitarre spielt. Hinter der mittleren Gruppe treibt der NarrPossen. Rechts etwas zurück sitzt ein Herr und eine Dame im ver-traulichen Gespräche, und nicht weit von ihnen ist ein Guitarrespieler.Ein Puge credenzt den Wein, und scheint dabei einen Spruch vorzu-