HS. Nr. 14S0. 887
bände giesst. Unten auf der Bandrolle: Sant Lauft — Sant Flo.Am brennenden Gebäude bemerkt man das Zeichen. Schlechter Schnitt.H. 13 Z. 6 L. Br. 9 Z. 3 L.
8) Die Einwohner von Nürnberg verbrennen im Jahre 1452 aufdes Cardinais Johannes von Capistran eindringliche Predigt vor derLiebfrancnkii'che Karten und Bretspiele. Mit dem Zeichen links unten.II. u. Br. 4 Z. 3 L.
Bartsch schreibt dieses schlecht geschnittene Blatt dem Hans Schäu-folin (No. 3(i) zu.
0) Die Schlacht des Kaisers Otto gegen die Hunnen auf dem Lech-felde, unter Beihülfe des hl. Ulrich. Im Vorgrunde kämpfen Reiterund Fnssgänger, und in der Mitte steht St. Ulrich im bischöflichenOrnate mit nach dem Himmel erhobenen Händen , da oben in Wolkender Engel mit dem Kreuze erscheint Im Grunde zeigt sich die StadtAugsburg mit der brennenden Kirche der hl. Afra. Links unten be-merkt man das Zeichet). II. 8 Z. 1 U. Br. !i Z. H L.
Dieses Blatt ist Copie nach einem Holzschnitte von Hans Schäu-felin, aber mit Veränderungen in verschiedenen Figuren. Er gab denSoldaten Helme, und fugte im Grunde die Stadt mit der brennendenKirche bei, Alles in geschmackloser Weise. Die Schlacht des hl. Ulrichkommt in folgendem Werke vor: Ein schöne Cronick v~i Ihjsloria,wye nach, der Synndtflvl Noe, Die lentschen, das streilpar volck,
jren anfang empfangen haben ---------- auch dar bey ton der kayser-
liehen slol Augspurg (S. Maisterlin's Chronik). Augspnrg, MelchiorRamminger l r >2'2, Vol. Die reiche Titelhordare mit St. Ulrich undSt. Afra ist von Haus Bnrgkmair. Die übrigen Holzschnitte sind un-bezeichnet, bis auf jenen mit der St. Ulrichs-Schlacht.
10) Titelholzschnitt mit mythologischen Vorstellungen und In-schriften. Oberhalb des Templuin Apollinis zu Delphi , zu dessenSeiten links Bacchus liegt, rechts Apollo sitzt, erhebt sich der Helikon,um dessen Quölle Ilippocrene, hier Röhrbrunnen, die Töchter desgrossen Zeus mnsiciren. Das Monogramm, kleiner als oben gegeben,steht weiss im schwarzen Grunde des Tempels. Diese Bordüre kommtin Druckwerken des Melchior Lotter von IUI4 vor.
1450. Hans Schöpfer, Bildnis«- und Historienmaler, wurde in
I frfiherer Zeit mit Hans Scbänfelin verwechselt, wozu
I ------ 1 der Schöpflöffel Veranlassung gab. Wir finden doss-|Oj wegen auch angegeben, dass der Künstler in Nftrd-sz^-z^' & lingen gelelit habe, allein Schöpfer war in München\jT geboren. Sein gleichnamiger Vater kommt daselbst
schon 1531 als zünftiger Maler vor, und so fort bis 1504. Hans Schöpferder Sohn mag sich auch in Nördlingen aufgehalten haben, da für seineAnwesenheit im Ries ein Gemälde spricht. Es ist diess das Bildnissder Grätin Euphrosina von Octtingen in der Gallone zu Schieissheim,halhe Figur auf Holz. Dieses Gemälde ist mit dem Monogramme undder Jahrzahl lij(>!) versehen. Auch das Brustbild der Benigna vonLambcrg in derselben Gallcrie ist mit dem Monogramme bezeichnet.Diese beiden Portraitc werden im Cataloge des Ch. v. Mannlich demHans Schäufelin zugeschrieben. II. Schöpfer erlangte 1588 das Meister-recht in München, zu einer Zeit, in welcher der alte II. Schöpferwahrscheinlich noch am Leben war. Im Jahre 1574 malte Schöpferfür den Herzog Albert V. zwei Bildnisse von fürstlichen Personen,und erhielt dafür 40 Gulden. Schöpfer malte 1588 auch zwei Altärefür die Wallfahrtskirche in Ramersdorf bei München. Er starb Kiloals bayerischer Hofmaler. Ob sich der ältere Hans Schöpfer eines