Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
542
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S42 HPV-HQ. Nr. 1384 — 1388.

1384. Unbekannter Maler, welcher in Tyrol gelebt haben dürfte.HP VP Plnir IfiSS * n dem aufgehobenen Kcgclhause zu Inns-ui. v l. i mx. i ooet. bmck bcfan(1 8ich ein Hausaltärchen mit

vielen kleinen Bildern aus der Leidensgeschichte des Herrn. Ein Theilist von Johann Peter Grcil, ein anderer von unserem Unbekanntengemalt. Dieser Altar kam in den Privatbesitz. Im Jahre 1830 besassihn der Postoffiziant Rimml in Innsbruck.

1385. Unbekannter Maler, welcher im Iß. Jahrhundert gelebthaben dürfte. Das gegebene Zeichen findet man auf einersorgfältig ausgeführten Copio nach dem kleinen Bilde im k. k.Belvedere zu Wien, welches den vom Kreuze abgenommenen

und von den Freunden betrauerten Leichnam des Herrn vorstellt. DasOriginal wird in Wien dem Jan van Eyck zugeschrieben , es rührtaber wahrscheinlich von Albrecht van Ouwater her. Ueber die Copiehaben wir durch Herrn Passavant Kunde, wir wissen aber auch nochvon einem zweiten Gemälde mit dem gegebenen Zeichen, welches 1843in München zum Verkaufe ausgeboten war. Es stellt in ungefähr6 Zoll hohen Figuren die Grablegung Christi vor, mit dem Donator,welcher mit den heiligen Personen den Leichnam Christi unterstützt.Die Köpfe sind von grösster Schönheit, und im Ausdrucke des edel-sten Schmerzes. Dieses Gemälde scheint nicht Copio zu seyn, undträgt alle Kennzeichen der Zeit gegen Endo des 15. Jahrhunderts.

1386. Johann Paul Zieger, Kupferstecher, welcher gegen Endoi_p ~7./T e i des 17. Jahrhunderts in Nürnberg thätig war, bezeichnete*~ J » auf solche Weise sein eigenes Bildniss. Auf anderenBlättern stehen die Buchstabon IPZ, sie sind aber ohne beson-deren Werth.

1387. Hnbert ttuellyn, gewöhnlich Quellinus genannt, wurde zu

H/f^\ Anfang des 17. Jahrhunderts zu Antwerpen geboren,\^) und machte sich durch eine bedeutende Anzahl von- >-v^2| radirten und gestochenen Blättern bekannt. Der grösstoX~4. w. 4$ Theil seiner schön und kräftig radirten Blätter befindet<y sich in dem Werke seines Bruders, des BildhauersArthur Quellinus, welcher das Rathhaus in Amsterdam mit Bildwerkenzierte. Dieser Künstler veranstaltete folgendes Werk darüber: Heteerste Deel van de voornaemste Statuen ende Ciraten, vant kon-stryck Stadhuys van Amstelredam, tmeeste in marmer gemaeckt,door Artus Quellinus, Beelthouwer der voorseyde Stadt. i6öü, fol.Dieser Theil enthält 48 Blätter, deren viele mit [IQ bezeichnet sind.Auch der zweite Theil, und der 1063 hinzugekommene dritte Theilmit den Grund- und Aufrissen des Gebäudes ist mit Blättern desII. Quellyn geschmückt. Das Werk erlebte drei Auflagen. Die drittevon 1719 zählt 109 Blätter. Das von ihm radirtc Bildniss des ArtusQuellinus ist mit dem Namen verschen. Man findet aber ausser denRadirungen in dem genannten Werke noch mehrere andere Blättervon IL Quellinus, welche theils mit dem Namen, theils mit den Ini-tialen versehen sind.

1388. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten HälfteIT O aruln ^' Jahrhunderts in Paris thätig war. Er stach

V- scuip. für j3 agan > a Verlag zwei grosse Blätter nach F. Boucher:Le ponl de Levandiers und Vue des environs d'Orleans. II. Q. sculp.Hasan exeudil, gr. fol.