HP. Nr. 1382 — 1383. S3i
wurde. Er wählte seine Stoffe mit Vorliebe aus der Geschichte desMittelalters, bewegte sich aber mit gleichem Glücke auch auf demGebiete der Romantik. Der rheinisch-westphälischo Kunstverein Hesskein Jahr vorübergehen, ohne ein Gemälde dieses Künstlers zur Ver-loosung zu bringen, und daher gingen seine Bilder in verschiedenenBesitz über. Zu seinen Hauptwerken gehören die Frescomalereien imSaale des Rathhauscs zu Elberfcld, und jene des Schlosses des Grafenvon Spec zu Heitorf mit Bildern aus dem Leben des Kaisers FriedrichBarbarossa. Don Tod desselben hat er selbst in Kupfer radirt. Plüdde-mann lebt seit Jahren in Dresden, und schuf da einen Theil seinerschönsten Werke. Wir nennen hier die Abbildungen nach seinen Ge-mälden und Zeichnungen, da ein Theil derselben mit dem Mono-gramme bezeichnet ist.
Holzschnitte mit den beiden ersten Zeichen, und dann einem drittenmit dem L am rechten Schenkel des H findet man auf Holzschnittenvon Hugo Bürkncr im deutschen Balladonbuch. Leipzig, G. Wigand18S5 ff. Auch in der deutschen Geschichte in Bildern nach Original-Zeichnungen deutscher Künstler, mit Text von Dr. F. Bülau. Dresden1852 ff., sind Holzschnitte nach Plüddemann's Zeichnungen, qu. fol.Ausserdem erwähnen wir noch folgende Original-Radirungen:
1) Die Randverzierung zum Liede: Ständchen, in den Liederneines Malers (R. Roinik) mit Randzeichnungen seiner Freunde. Düssel-dorf 1838, gr. 4. Auf dieser schönen Verzierung findet man das Zeichenin Doppellinicn.
2) Die Randverzierung zu Uhland's Lied: Der nächtliche Ritter,in der Fortsetzung des obigen Werkes: Lieder und Bilder. 2. Band.Deutsche Dichtungen etc. Düsseldorf i042, 4.
3) Der Tod des Kaisers Friedrich Barbarossa, nach dem Frescobildeim Schlosse zu Hcltorf, gr. qu. fol. Diese Radirung kommt sehr selten vor.
4) Kreuzfahrer vor Jerusalem, qu. fol. Diese auch in seltenenAetzdrücken vorkommende Radirung ist dem Album deutscher Künstler.Düsseldorf, J. Buddeus, 1(i39 ff., beigegeben.
8) Ritter, Tod und Teufel. Copic in Umriss nach A. Dürer'sberühmtem Stiche, fol.
1352. Nicht Maler, nicht Kupferstecher sind durch diese Zeichen-p» angedeutet, sondern wahrscheinlich Privatpersonen, aufkj. deren Bildnissen die Monogramme vorkommen. Das grössere
LLJ.jP i findet man auf dem Blatte mit dem Bildnisse des Tuch-I. • L'Jri * machers Hans Prünstrer, welcher von 1437—1484 Senatorin Nürnberg war. Das Blatt mit dem kleineren Zeichen gibt das Bild-niss des Senators Ulrich Puck von 1344. Diese Portraite sind nichtvon der einen und derselben Hand gestochen, und die dargestelltenPersonen lebten ein Jahrhundert von einander. Wir müssen dahermit Börncr die Zeichen auf die Personen beziehen, nämlich auf HansPrünstrer und Iluldrich Puck. Sie bedienten sich vielleicht solcherHandmarken.
1353. Unbekannter Formschneider, welcher um 1660 in Frank-A\ fürt a. M. thätig war. In Gesnerus Redinivus — Oder All~
'■- 3 gemeines Thier-Bnch — erweitert durch Georgium Horstium.tJt Francoforli IGfil), fol., sind viele geringe Holzschnitte, undXJJL < darunter solche mit dem gegebenen Zeichen, wie das Bildnissdes Lucius Samosatcnsis mit Eselsohren nach einem geschnittenenSteine, das Einhorn, das Elen, der spanische Bock, das Kamcel, dasDromedar, das Pferd, eine Gruppo von Hunden. Der grösste Theilder Blätter ist unbezeichnet.
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