S28 HP. Nr. 1339— 1 341.
Sie stellen Christus vor Herodes, die üornenkrönung, die Kreuztragungund die Grablegung Christi vor, und sind mit dem zweiten Zeichen(I.'>;i8) versehen. H. 5 Z. 2 L. Br. 4 Z. Das Monogramm mit derJahrzahl 1 5(1(1 findet man ebenfalls auf einer Zeichnung der genanntenUniversität. Mit der Kreide auf röthlichem Papier umrissen, schwarzausgetuscht und weiss gehöht, stellt sie ein auf dem Rücken liegendesKind mit erhobenem Fuss in geschickter Verkürzung vor. Von diesen,aus der Sammlung des jüngeren Haiidrart stammenden Zeichnungen,wissen wir durch Herrn Dr. Rössler, Professor und Bibliothekar derUniversität Erlangen.
1339. Unbekannter Maler, welcher um 1650—1670 thätig war,I T) Er gehört wahrscheinlich der holländischen Schule an. Wir±±' sahen eine mit diesem Zeichen versehene Landschaft mitThieren, welche in P. Potters Weise gemalt ist. Im Calalogue dureste de la Colleclion d'estampes de M. le Comte M. de Fries II.Nr. 1762 sind sechs radirte Landschaften mit dem Zeichen H P ange-geben. Wir haben diese Blätter nicht gesehen, sie könnten aber vonunserem Meister herrühren.
1340 Hans Petzeidt, Maler von Frankfurt an der Oder, war umT 7~) lüOO thätig. Sein Name blieb den Kunstgeschichtsschreibcrn
/ _/ unbekannt, obgleich sich in der genannten Stadt noch Werkevon ihm finden müssen. In der 1841 versteigerten Sammlung des Frei-herrn von Ilaller in Nürnberg war eine auf blaues Papier getuschteund weiss gehöhte Federzeichnung, welche die Taufe Christi vorstellt,und in's germanische Museum überging. Diese Zeichnung ist mit demNamen versehen, auf anderen Zeichnungen kommt aber das Monogrammeinzeln und in Verbindung mit dem Namen "vor. Eine Zeichnung mit,dem Monogramm allein wird in der Sammlung der k. Universität Er-langen aufbewahrt. Sie stellt die Erschaffung der Eva aus der RippeAdams durch Gott Vater vor, und ist mit der Feder kräftig schniffirt.H. 11 Z. 2 L. Br. 8 Z. Mit dem Meister No. 1338 wird er nichtEine Person seyn.
1341 Heinrieb Pothoven, Bildniss- und Genremalcr, geb. zu Am-sterdam 172.'!, war Schüler des Philipp van Dyrk, und einrühmlich bekannter Meister, besonders im Portrait. Iloub-
_ racken und andere Künstler stachen Bildnisse nach ihm, wiejene der Gemahlinnen der Statthalter aus dem Hause Oranien, desNikolaus Simon van Winter und seiner Gemahlin Lukretia Wilhelminavan Merken, des Professor Rnhnkenius, des Malers S. Feitama u. s. w.Etliche Bildnisse hat Pothoven selbst in Schabmanier ausgeführt, wiejenes des Professors Lampe. Aus diesen Arbeiten kann man scbliessen,dass auch das Blatt mit obigem Zeichen von ihm herrühre, es mussaber aus seiner frühesten Zeit stammen, da es nach einem Gemäldedes 1740 verstorbenen Nikolaus Verkolje ausgeführt ist. Dieses Blattstellt einen im Buche lesenden Greis mit dem Leuchter in der rechtenHand vor. Das Zeichen ist links oben, wie Brulliot I. No. 246!! sagt.H. 4 Z. 8 L. Br. 4 Z. Diese Vorstellung scheint aber zweimal vor-handen zu seyn. Schon Brulliot bemerkt, dass nach der Angabe desCatalog Brandes IV. p. 418 das Monogramm aus den Buchstaben TMPbestehe. Dieses bestätigt einerseits auch Mr. Leon de Laborde (Uistoirede la gravure en maniere noire p. 102), er setzt aber dem obigenMonogramme ein J. voraus. Das Zeichen J- H- !'■ Steht links untenmit dem Namen: N. Verholte pin. IL 0 Z. 1 L. Br. 4 Z. 2 L. Dasvon Mr. L. de Laborde beschriebene Blatt mit dem härtigen Alten,welcher in einem Buche liest, und mit der rechten Hand sich leuchtet,