Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
526
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826 HP. Nr. 1333.

eines Geizigen mit dem Monogramme // P bezeichnet, und man schreibteä dem Paulyn zu. Dieses Gemälde könnte aber auch dem folgendenMeister angehören.

J oh an n es Pinas von Harlem begab sich 1(508 mit Peter Last-man nach Italien, und hinterliess mehrere Gemälde in diesem Lande.Seine Werke bestehen in historischen und mythologischen Vorstell-ungen, theils in landschaftlicher Umgebung, und dann auch einzelneFiguren von sogenannten Philosophen, Alchymisteu u. dgl. Das obenerwähnte Bild des Geizigen in der Galleric zu Florenz könnte von ihmgenialt seyn, da es mit dem von Abraham Jacobi nach ihm gestochenenGoldmacher einige Aehnlichkeit hat. In der Gallerie zu Gotha ist dasUüd eines Mannes mit Bart in violetbraunem Mantel, eines der schön-sten Gemälde dieser Art. Kathgebir, Aunalen der niederländischenKunst II. S. 4(5 sagt, dass darin der Hembrandt'sche Einftuss bemerkbarsei, und namentlich jener bräunliche Ton, welchen Rombraudt selbstvon Johann Pinas angenommen haben soll. Man wollte daher diesesmit dem Monogramme bezeichnete Bild dem Pinas zuschreiben, undzwar mit Hecht. Das Monogramm entscheidet nicht gegen ihn, dennman kann auch Hans Pinas lesen. Kr dürfte das Monogramm zumUnterschiede von jenem seines Bruder« .lakob gewählt haben, welcherdie Buchstaben JP zusammenzog. In der Gallerie des Louvre ist ein// /' gezeichnetes Bildniss des Königs Carl I. von Kngland. Es wirdim t'ataloge einem unbekannten N. Conning zugeschrieben. Es fragtsich nun, ob es die Kennzeichen des J. Pinas oder Heinrich Pot trägt,oder ob es keinem von beiden angehört. Pinas kann das Bildniss nochgemalt haben. Carl I. wurde 1028 König und 104!) enthauptet. DerKünstler hat nach 1028 noch gearbeitet.

Heinrich Potuyl malte Bauernstücke in der Weise des DavidTeniers. Sein aus // P bestehendes Monogramm wurde wahrscheinlichentfernt, da nur selten ein Bild mit demselben sich findet. Seine Ge-mälde sind fleissig vollendet.

Hendrik Gerrits* Pot von Haarlein malte Bildnisse, historischeund allegorische Vorstellungen. Er blühte um 1(528 -1(58(5, und machtesich besonders durch Bildnisse bekannt, in welchen man die Richtungdes P. P. Rubens erkennt. Auf Portraiten in Gel und auf Kupferstichennach solchen findet man das Monogramm. Iinmerzeel lässt den Künstler1686' sterben.

Heinrich Potte ngiesser nennt Heller in seinem Monogrammcn-Lexicon einen um 1(541 lebenden niederländischen Maler, und schreibtihm ein ähnliches Monogramm zu. Ein Künstler dieses Namens istden niederländischen Schriftstellern unbekannt. Es handelt sich wohlum den kölnischen Meister Johann Wilhelm Pottgiesser, über welchenMerlo Nachricht gibt. Dieser Künstler fügte auf seinen Gemäldenweder den Namen noch das Monogramm bei.

Heinrich Pola war um 1890—1780 im Haag thiitig. Er malteBildnisse und historische Vorstellungen, öfter auf Cartons, welche anden Wänden von Sälen als Tapotenstückc benützt wurden. Auch hi-storische und allegorische Vorstellungen in Oel malte er, und solcheBilder, welche mehr als Dekorationsstücke galten, soll er mit dem Mo-nogramm bezeichnet haben.

Wir kennen nur ein radirtes Blatt von diesem Künslcr, welchesMerkur und Argus vorstellt. Ersterer kniet rechts an einem Baumemit der Flöte in der. linken, und das Schwert in der rechten Hand.Rechts stützt Argus schlafend den Kopf auf die linke Hand, und hinterdiesen Figuren steht Jo als Kuh. Links unten: //. Pola in. et fecil.II. 3 Z. 7—8 L. Br. 8 Z. 8 L. Dieses Blatt kommt selten vor.