HM. Nr. 12B7-1260. 499
Blatt mit dem Abendmahl des Herrn, welches nach einer Federzeich-nung in scharfen Umrissen mit leichter Sehattirung geschnitten ist.Den Hintergrund bildet Architektur, und rechts und links über denPfeilern stehen die Buchstaben HM. II. 10 Z. 4 L. Br. 7 Z. 3 L.Dieses Blatt gehört in ein Missale, es lag uns aber einzeln vor.
1257. Unbekannter Bildschnitzer, welcher um I!>80 thätig war.I_l lyr In der Sammlung Correr zu Venedig ist ein schönes in Holz
' *■ l ' geschnitztes Kästchen mit zwei Chimären in Basrelief. DerKünstler fügte die Initialen H. M. bei, und scheint daher ein Deutscherzu seyn.
1258. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1S80 thätig war.\!h;\ ^ , y ■—-/w ] ^ r stach das reich verzierte Wappen des Georg
*^- ^VJT^ ^J Senner von Ravensburg, und lebte daher wahr-
'^■V V __' er scheinlich in Schwaben. Das Wappen enthält
eine um den Stab sich windende Schlange, und auf dem Helme desSchildes ist eine Jungfrau, welche in jeder Hand einen Granatapfelemporhält. Ueber der Ilelmzierde ist ein Spruchband mit der Legende:
WIKS. GOT. GHHKLT. VISI>. MIKHS. UKSCIIK.HT. GWART. 1CU. SBLF.IPT. MIR«.
woL. oneh. wkrt : Die Einfassung bildet ein reich verziertes Portal,in dessen Bogen ein ovaler Schild mit der hl. Dreieinigkeit undentsprechender Umschrift eingesetzt, während oben links in derschmäleren Arkade die Anbetung der Hirten, und rechts die Auf-erstehung Christi dargestellt ist. Rechts und links von letzterem Bildesind Inschriften, und die Grabeswächter rufen: Ich bleib nit nie, wasist das. Innerhalb der beiden Arkadenbögen schweben in ovalenCartouchen die allegorischen Figuren der „Prudencia, Justicia, Pacienciaund Charitas", und die Sockel sind geziert links mit Spes und Fides,rechts mit Temperancia und Fortitudo. Am linken Arkadensockelsteht: VON. KAISE. MAXIMILIAN. ir,i>2., am rechten: CHRISTOF.SENNER. BIS. WAVEN. BEKAM. Unten in dem verzierten Car-touchc zwischen beiden Sockeln steht in grösserer Schrift: GEORGIVSSENNER IN RAFENSI'VRG «WO. Ueber diesem Cartouche ist dasoben gegebene Kflnstlcrzeich.cn zu bemerken. H. tiZ. 11L. Br. 7 Z. 8% L.Die alten Abdrücke dieses Wappens scheinen äusserst selten zuseyn, wenn sich überhaupt solche finden. Durch die Güte des HerrnBaron v. Löffelholz in Wallerstcin wissen wir von einem neuen Ab-drucke, welcher in der fürstlichen Sammlung daselbst aufbewahrt wird.
1259. Hans Maier, Buchdrucker in Heidelberg, bediente sichH" TVP e ^ ncr ovalen Vignette, welche eine Landschaft mit einem
steinernen Postamente vorstellt. Auf letzterem ist ein Armmit einem Zweige emporgerichtet. Im ovalen Rahmen steht: In ManvDomini Svnt Omnes Eines Terrae, und am Postamente oder der ÄraH. M. H. 2 Z. Br. 1 Z. 9 L. Diese Vignette ist auf Titeln vonBüchern eingedruckt, welche um 1S70 bei Johann Maier in Heidel-berg erschienen.
1260. Stempelschneider und Münzmeister, welche H. M. zeich-jj vr i neten, und von Schlicknysen, Abkürzungen auf Münzen &c.
' rr l S. 139, kurz erwähnt werden. Diese Buchstaben könnenM. J s i c j, aner juoh auf Münzstände beziehen. Auf bayerischenMünzen von 1M8 deuten sie den Namen des Herzogs Maximilian an,welcher von 1023 an als Churfürst das Scepter führte. Auf Münzendes Herzogs von Meiningen beziehen sie sich auf dieses Land. Aufungarischen Münzen von 1470—1490 erkennen wir aus h. M. die Priig-stätto Hermannstadt und den Schatzmeister Melchior.
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