IIIS —HIV. Nr. 1137 —1141. 429
1137. H. J. Stevens, Zeichner in London, wählte sich gewöhnlichLi i o- plastische und architektonische Gegenstände zur Nachbildung,
' und unternahm zu diesem Zwecke Reisen in den Königreichen.Ein Werk mit Abbildungen von alten Taufsteinen erschien unter fol-gendem Titel: Illustration* of baptismal fonls, by F. A. Paley.London IüMp. Die Zeichnungen sind von 0. Jewitt in Holz ge-schnitten , und //. /. S. gezeichnet.
1138. Heinrich Justus Sebastiani, Waidein in Stcucrwald beiTT t c Hildesheim von 1092—1693, und Münzmeister von 1094 bis
' ' 1702, zeichnete Stempel zu Geprägcn H. I. S.
1139. Hans Jakob Schollenberger, Kupferstecher in Nürnberg//. /. S fc um W"i hintorliess kleine Bildnisse in Büsten, auftj j qJ ,' . welchen die Abbreviatur und die Initialen des Namens
• ** Acn ° l - /• vorkommen. Diese Blätter gehören nur zum Mittel-gute. Von ihm ist auch das Titelblatt zu : Christliche Betrachtungder Betrübten Zeit. Nürnberg 10(10, 4. Dieses Blatt ist H. 1. S. fc.gezeichnet, auf den übrigen Kupferstichen des Werkes kommen dieBuchstaben selten vor.
1140. Jan van Hulsdonck, Blumenmaler, war in der zweiten
k Hälfte des 17. Jahrhunderts in Holland thätig. Seine Gemäldesind mit grosser Feinheit behandelt, aber geistlos und dahernicht ansprechend, da die Trockenheit unangenehm wirkt. Aufsolchen Bildern kommt das Monogramm vor, welches aus IV Hbesteht.
1141 Johann Nicolaus Hogenberg aus München scheint der Trägerdieses von Brulliot I. No. *3BS gegebenen Zeichens zu seyn.Man verwechselt ihn häufig mit dem jüngeren Hans Hogcn-jyLiföQ borg, welcher um 1890—1610 in Cöln thätig war. C. vanMander kennt den älteren Hogenberg, oder Hoghcnborgh, wie er ihnnennt. Der genannte Schriftsteller sah in der Ritterkapelle bei St. Ro-muald zu Mecheln Gemälde mit Darstellungen aus der Geschichte desCalepfa und Josua von diesem Meister, und weiss auch von dem Ein-züge des Kaisers Carl V. und des Papstes Clemens VII. in Bologna.Dieses Werk bildet einen langen Fries von 36 radirten Blättern mitzwei Titelbildern, qu. fol. C. van Mander nennt dieses vorzüglicheund seltene Werk : die rolle van s 1 Keysers incomsl le Bolognen.Es bietet ein reiches und charakteristisches Bild der fürstlichen Prachtjener Zeit (um 1850), und ist ebenso lebendig in der Auffassung, alsgut radirt. Die Blätter sind von A — Z, und dann von AA etc. be-zeichnet , und wurden auch in Farben mit Gold gehöht verbreitet.Hogenberg bediente sich aber auch des Grabstichels, um die Radir-ungen zu vollenden. In dieser Art sind die acht Blätter folgendenWerkes behandelt: Kurtze eneichniss wie Keyser Carolin der V.in Africa dem Konig von Thunis, so von dem Barbarossa ver-trieben, mit Kriegsrostng zur hul/fe kamt, vnd was sich zugedrage,kont ihr in diese folgende figure fein ordentlich nach ein andersehen — —. qu. fol. Diese Blätter stellen Schlachten zu Land undzur See vor, und Hogenberg scheint an Ort und Stelle gewesen zuseyn. Dann schreibt man ihm Blätter mit den sieben freien Künsten zu,doch hatte nur Füssly (Künstlor-Lexicon S. :t2:t; Kunde davon. Aebn-lichcn Inhalts sind die Blätter, um welche es sich hier handelt, diewir aber nicht gesehen haben. Brulliot kennt deren fünf in fol., undfand auf jenem mit der Dialectica das gegebene Zeichen vor. Im
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