Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
396
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306 H H. Nr. 10S0 — 10S3.

1050. Heinrich Hondius, der ältere und der jüngere, zwei Kupfer-ZI // fec H II sc 1 Stecher dieses Namens, behaupten unter dem„ „' / V „ .. ' ; aus diesen Buchstaben gebildeten Monogramme// II Anglo Bntanus J No 1034 cinc aus f ühr]iche Stellc . Man findet

Landschaften, historische Blätter und Bildnisse mit den Initialen H H.Es ist zu unterscheiden, ob sie von dem älteren oder dem jüngerenMeister dieses Namens herrühren. Sic arbeiteten beide in derselbenManier, nämlich in jener der Wiorx'schen Schule. Der Beisatz AngloBritanus bezieht sich auf den jüngeren H. Hondius. Von ihm findetman Bildnisse englischer Notabilitäten.

1051. Hans Hensel, Goldschmied und Kupferstecher von Sagan,H. H Uli H. H. ) scneint um 18W in Nürnberg, und später zuT-TT-TT V ' TV y Frankfurt a. M. gelebt zu haben. Er hinter-

T" n ' '' 4+nii I '' ess F°l8 crl von Blättern mit Ornamenten159J. loJJ.) für Goldschmiede, welche schwarz abstechen,also hoch geschnitten sind. Sie bilden Kreuze, Herze, Zifferblätter,Ovale, Kauten, Vierecke u. s. w. Einige sind mit Blätterwerk, Blumen,Früchten, Vögeln und anderen Thieren umgeben. Diese schönen Blätterbilden zwei Folgen, welche sich durch die Grösse unterscheiden. Diegrössere, rechts unten nummerirto Folge ist 4 Z. hoch, und 2 Z. 8 L.breit, die kleinere hält 2 /. 8 L. im Quadrat. Auf diesen Blätternkommen die obigen Buchstaben vor, sowie /. ff, I. II. F., und der Name:hans umn vonn sagah iNVENTOR. fkcit. Die Adresse: BallasarCaimox exeudit oder P. Ew. ex. deutet auf Nürnberg.

Die Initialen II H und /// findet man auch auf Blättern mit Städte-Ansichten in Daniel Meisner's Thesaurus Philo-Politicus, welchervon 1620-1028 in Frankfurt bei Eberhard Kieser erschien. Spätererhielt Paul Fürst in Nürnberg die Platten, und veranstaltete mehrereAuflagen: Sciographia Cosmica. Pars prima. Nürnberg, bey PaulFürsten Balthasar Caymox see. Erben, Kunsthändlern daselbsten,qu. 4. Die folgenden Theile haben den Titel: Libellus Nävus Poli-ticus Civilatum etc. i03(i, qu. 4. Die letzte Ausgabe: Nürnberg,bei Johann Helmcr, ist von 1700.

1052. Unbekannter Graveur, welcher"in der ersten Hälfte des\£s lfl. Jahrhunderts gelebt hat. Er schnitt Formen für Buch-

H/X 11 bindet zum Einpressen auf den Deckeln der Bücher, und wohlauch Zierleisten für Buchdrucker. Herr Wiechmann-Kadow fand aufder Stadtbibliothek in Hamburg ein gebundenes Exemplar der LübeckerKirchenordnung von Bugenhagen 1581, kl. 8. Auf der Vorderseite desLederüberzuges ist die Gerechtigkeit mit Waage und Schwert einge-presst. Diese Figur ist reich gekleidet mit Federbarret, und die Unter-schrift in Uncialen lautet: Juslicia. quis. quis. picto. lumine. cernis.Auf der Rückseite ist eine Frau mit dem Schwerte in der entblösstenBrust, und der Unterschrift.: Casta, tulit. magna, forma, flucre. Unterdiesem Bilde ist ein Wappenschild mit obigem Zeichen , welches wohlden Graveur, und nicht den Buchbinder andeutet. Der Künstler lebtewahrscheinlich in Lübeck.

1053. Medailleure und Münzmeister, welche H II zeichneten,,j 1T und zuweilen auch diese Buchstaben zum Monogramme in der

• "•• Art verbanden, dass sie drei Schenkel bilden. Schlickeyscnnennt folgende, und wir bemerken nur noch, dass sich die zwischenH H gekreuzten Hacken auf einen Münzmeister beziehen , wie es beiH. Horst der Fall ist.

Hans Jakob Huser, Münzmeistcr in Glogau 1622.