Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
359
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II G B. Nr. 988. 3S9

Die Holzschnitte sind in beiden Ausgaben nicht ganz dieselben.Jene der Grüninger'schen Offizin sind origineller und vorzüglicher.

i. Christus im Hause des Lazarus. Diese Vorstellung weichtin Grüninger's Ausgabe ab.

2. Pharao's Untergang im rothen Meere, zu: Ussgang der KinderIsrael.

3. Die hl. Elisabeth mit ihren spinnenden Frauen, zu: GeistlichSpinnerin. S. darüber das Monogramm HB No. 6G9.

4. Das Innere einer Küche, in welcher der Koch den Hasenaufbricht, zu: Der Hass im pfeffer. B. No. 47. DiesemHolzschnitt ist das erste Zeichen entnommen.

li. Die sieben Teufel, welche die Todsünden vorstellen.Der Granatapfel mit seinen Theilcn erschien iülO auch in Augs-burg bei II. Otmar, und die H. B. bezeichneten Blätter schreibt BartschNo. 3, 16, 28, 02 und 71 dem Hans Burgkmair zu, sie dürften abervon Hans Baidung Grien herrühren.

5) Die welsch Gattung. Strassburg, Michael Schürer 4513.Ueber dieses Gedicht'handelt Panzer, Annalen I. No. 761. Die

zwei Holzschnitte sind mit dem Monogramme versehen, und folgendenInhalts:

1. Ein wilder Mann führt den Dichter mit auf den Rücken ge-bundenen Händen am Stricke nach einem hohen Hause, unterdessen Pforte ihn die schone Magd empfängt. H. 4 Z. 3 L.Br. 3 Z. 3 L.

2. Ein ziemlich corpulentcr Mann mit Pelzmütze hält eine Tafel,auf welcher die Ziffern 1. 2. 3. 9. stehen. Das Haupt desneben ihm stehenden Mannes ist mit einer Wolke bedeckt,und ein dritter Mann trägt eine Fahne mit dem Zeichen desScorpions. Ein vierter Mann in römischer Rüstung steht voreinem siedenden Topf. H. 4 Z. 3 L. Br. 3 Z. 2 L.

6) Die Titeleinfassung mit dem Kaiser Maximilian, welcher untenin der Halle mit Scepter und Reichsapfel auf dem Throne sitzt. Zuseinen Füssen ist der Schild mit dem Adler angebracht, und linkssteht das Zeichen zwischen zwei Säulen. Die Seitenleisten sind mitArabesken verziert. II. '8 Z. 11 L. Br. 6 Z. 3 L.

Diese Titclbordüre besass Johannes Knoblauch in Strassburg. Erbenützte sie zu: Opera Joannis Gerson Cancellarn Parrhisiensis1514, und zu: Summa Roselle de casibus conscientie 1516, fol.

7) Titeleinfassung mit dem am Fusse eines Baumes sitzenden Evan-gelisten Johannes. Er schreibt die Offenbarung, und gegenüber er-scheint ihm die Himmelskönigin. Zur Seite des Evangelisten steht derAdler mit Heiligenschein. Angewandt zu: Sequentie de tempore etsanetis per totum annum 1516, 4.

8) Titeleinfassung mit der Vorstellung eines Gerichtstages. Ange-wandt zu Sebastian Brandt's Richterlich Clagspiegel. Strassburg,W. Riehel 1530, fol., und zu Tcngler's Lauenspiegel, herausg. vonS. Brandt. Strassburg 1538, fol.

9) Dr. Martin Luther als Augustinermönch, über ihm der hl. Geistschwebend. Auf dem Deckel dos halb geöffneten Buches ist das Mono-gramm mit der Jahrzahl 1521 (?).

Dieses Bildniss ist nach Lukas Cranach von Baidung Grün ge-zeichnet, und von II. Herman geschnitten. Am Schnitte des Buchessteht der Name desselben, 4. Vgl. auch HERMAN HH.

10) Christoph Markgraf von Baden, halbe Figur. Mit dem Mono-gramme. II. 6 Z. 7 L. Br. 3,Z. 9.L.