336 H G. Nr. 932.
Zu den 7 Blättern fand Börner noch ein achtes. Es stellt dasauf einem reich verzierten Teppich angebrachte englische Wappen vor.H. 5 Z. 4 L. Br, 3 Z. (i L. Dieses radirte Blatt kommt an die äussersteLinke zu stehen, wenn man, wie bestimmt, die Blätter an einander klebt,und den Text darunter anlügt. Unter dieses erste Blatt gehört eineColumne der mit dem Texte zu No. 219 auf einem Blatte abgedrucktenGedichte, und enthält eine Anrede an den Leser:Aen den Goelwillighen \ Leser \Vvelck lit'f'de stiel *-baert- in het leesen etc.
Darauf folgt ein Gedicht in 11 Zeilen, und unten steht: Gedruckttot Haerlem. | An. D. lZUij.
Unter die mit 1 bezifferte Platte gehört ein Gedicht von 10 Strophenin 2 Columnen: Verclaringhe des Heeravlts van D'Afcompste der \Coningen van Engelandt etc. Auch unter jede Figur gehört einGedicht von zwei achtzeiligen Strophen, und der Name des Königssteht darüber.
14) Eine P'olge von acht nummerirten Blättern mit Bildnissen derGrafen und Gräfinnen von Holland. Ohne Zeichen und Namen, abervon Börner dem Goltzius zugeschrieben. H. 8 Z. 3 L. Br. 14 Z.
Auf dem ersten Blatte ist Dietrich I. vorgestellt, mit der Schrift:Verclaringe des heeravlts vanden afcomsle der gruven van Holland,Zeeland, ende Heeren van Vriesland. Auch eine Erklärung undeine Anrede an den Leser in 3 Columnen ist beigegeben. Hinter derFigur steht: Diderick I. Grave, und links am Fussboden: Gedruckttot Haerlem.
Auf den folgenden 7 Blättern sind mehrere Fürsten abgebildet,immer mit beigeschriebenen Namen.
l.'i) Die hl. Familie. Maria sitzt mit dem Kinde auf dem Schoossenach links gewandt, und der kleine Johannes betet an. St. Josephbetrachtet stehend die Gruppe, und links schläft Elisabeth. H. Goltziusinve. F. de Widt ex. Kund, fol.
Dieses Blatt ist sehr selten.
16) Das Labyrinth der irrenden Geister, in einer Folge von 21radirten Blättern, welche zu den geringeren Arbeiten des Meisters ge-hören. Sie kommen in einem seltenen Buche vor: Den doolltof derdwalende Gheesten, waarin den aanvang, voorlgang ende eynde derverleidende Kellers, in eenen Spiegel voor oogen gesielt worden.In dicht beschreven, Amsterdam (1010), 4. Die Biätter sind 4 Z.hoch, und 6 Z. 10 L. breit.
17) Venus und Amor. Mit der Inschrift in Majuskeln: Sine Cerereet Baccho frigel Venus.
18) Ein trinkender Mann in der Weinlaube. Unten sind 4 Vers-zeilen: Aenschout Jonckmans die dil hanteeren etc. Mit dem Mono-gramme, doch sicher nicht von Goltzius gestochen. J. P. Beerendrechtexcu. Oben rund. H. 7 Z. 4 L. und 1 Z. 3 L. Rand. Br. 4 Z. 7 L.
19) Ein bei einer Hütte sitzender Mann, wie er den Kopf hält.Neben ihm steht ein Korb, und zu seinen Füssen neben anderenGeräthschaften ein Teller mit Häring. Unten links ist das Zeichendes Meisters mit sc. Unterschrift: DU weil deur gulsicheyt enouerlvloedich drinken etc. J. P. Beerendrecht excu.
Das Gegenstück zu obigem Blatte.
Dieses und das obige Blatt werden dem Goltzius zugeschrieben,sie können ihm aber nur angehören, wenn sie aus seiner frühen Zeitstammen. Beide Blätter gehören zu den Seltenheiten.