186 H A. Nr. S92 - S94.
und links unter der viereckigen Einfassung ist das Zeichen mit 1036.H. 93 m. Br. 141 m.
19) Der Reiter nach links hin gegen den Eingang des Waldes. Dierechte Seite des Blattes nehmen grpsse Felsen ein, und hinter diesenerheben sich Berge. Rechts unten in der Ecke das Zeichen mit 1030.H. 99 m. Br. 140 m.
20) Der Zeichner. Links führt zwischen Baumgruppen ein Weg hin,und im Vorgrunde sieht man einen Reiter und einen Mann zu Fuss.Im Mittelgründe gegen rechts zeichnet der Künstler auf einen grossenOarton. Rechts in der Ecke ist das Monogramm mit 1039. H. 158 m.Br. 197 m.
21) Die Felsen. Sie nehmen die linke Seite des Blattes ein, undtragen eine Baumgruppe. Auf dem Wege rechts reitet ein Mann aufdem Esel' gefolgt von fünf Kühen. Links unten in der Ecke dasZeichen mit 1040. II. 188 m. Br. 246 m.
592. Unbekannter Kupferstecher, dessen Lebenszeit die beige-FK fÜfiß Jahrzahl bestimmt. Sein Zeichen findet man auf einem
mittelniässigen Kupferstiche, welcher eine Schweinsjagd vor-'**'/ stellt. Zwei Hunde fallen das Thier von vorn an, zwei anderekommen links heran , und einem fünften Hunde folgt der Jäger mitdem Spiesse. Rechts führt ein anderer Jäger zwei Hunde, und eindritter bläst auf dem Hüfthorn. Die Zeichnung und Composition ist inder Weise des V. Solis, der Stich aber ohne Gefühl gemacht. HöheI Z. 4 L. Breite !i Z.
593. Helias Alt von Herenberg war in der zweiten Hälfte des16. Jahrhunderts als Bildnissmaler bekannt. Er lebte die längsteZeit in Tübingen, und da malte und zeichnete er die Bildnisse
der Professoren der Hochschule, welche mit Biographien in Holzschnitterschienen, unter dem Titel: A. M. Erhardi Cellii Imagines Pro~fessorum Tubingensium senatorii praeeipue ordinis etc. Tubingae1590 Typis autoris, 4. Jakob Züberlein hatte diese Bildnisse auf dieHolzplatten gezeichnet, und Jakob Lederlein schnitt sie aus. Heineckenennt den Maler Helias Altzius.
594. Hans Ammin, Maler von Nürnberg, ist nach seinen Lebens-verhältnissen unbekannt. Füssly spricht von einem Gemäldeauf dem Rathhauso in Nürnberg, welches die Jahrzahl 1616tragen soll. Ausserdem hat sich die Sage erhalten, dass derKünstler bei den Comödianten den Lustigmacher gespielt
habe, angeblich in der Rolle des Peter Leberwurst. Diese Charakter-figur ist in einer Radirung vorhanden, und man hält sie für Amman'sPortrait. Peter Leberwurst trägt einen kurzen Mantel und Federn aufdem Hute. Er tanzt mit einem Stocke in der Hand, und aus demSacke über der linken Achsel fällt eine Wurst und eine Boutcillcheraus. Den Grund bildet eine Stadtmauer mit Wassergraben, inwelchem rechts ein Mann auf dem Kahne fährt. Rechts unten ist daserste Zeichen. H. 10 Z. 7 L. Br. 8 Z. 6 L. Dieses Blatt ist flüchtig,aber kräftig radirt, und kommt selten vor.
Von demselben Meister ist wahrscheinlich auch das Blatt mit demzweiten Zeichen, da es im Geschmacke des Nürnberger Wenzel Ja-mitzer behandelt ist, Es stellt die Büste einer phantastisch gekleidetenFrau vor, vielleicht jene der Madame Leberwurst, 4. Beide Blätterwurden früher auch dem Jobst Amman zugeschrieben , welchem sieaber nicht angehören.
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