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Ol. Unbekannter Maler, \
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501. Unbekannter Maler, welcher um 148!> in Bamberg gelebthaben dürfte. Es handelt sich hier um ein Gemälde undx um einen Holzschnitt. Auf dem Gemälde, welches die Ma-donna mit dem Kinde auf Goldgrund vorstellt, und vor eini-gen Jahren zu München im Kunsthandel vorkam, stehtdas erste Zeichen, welches im Wesentlichen .jenem auf dem
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Holzschnitte gleicht. Dieses Blatt stellt Christus am Kreuze mit Mariaund Johannes vor. Am Fusse des Kreuzes sind Feldsteine angehäuft,und an dem grösseren und vordersten bemerkt man das zweite Zeichen.H. 9 Z. 10 L. Br. 6 Z. Dieses Kreuzbild ziert den Titel des MissaleRomanum. Babe bergae, Johannes Semenschmid 14-87. Wir könnenalso annehmen, dass der Künstler in Bamberg gelebt habe. Von demBriefmaler Hans Sporer, welcher sich auch einfach Hans Briefmalernennt, wird wohl keine Rede seyn, obgleich dieser Nürnberger Künstler1487 in Bamberg auftritt, und zwar mit einem „Fisirbüchlein.' 1 Diesogenannten Briefmaler malten gewöhnlich nur mit Wasserfarben,waren also Coloristen, und bofassten sich auch mit der Formschneide-kunst. Wenn Sensenschmid ihm den Auftrag zum Kreuzbilde gegebenhat, dann wird das Gemälde mit dem ersten Zeichen von einem anderenMeister herrühren, weil es in Gel gemalt ist. Gleichzeitig ist in Bam-berg ein Maler Hans Wolf, welcher 1800 an die Stelle des Wolf Katz-heimer zum bischöflichen Hofmaler ernannt wurde. Auch dieser Meisterkönnte H gezeichnet haben. Jäck nennt in seinem Pantheon derKünstler Bambergs einen Heinz Katzendovf, welcher aber 1486 bei dervereinigten Künstlerznnft in Würzburg als Gesell aufgenommen wurde.
502. Unbekannter Formschneider, oder Briefmaler (?), welcher imO ^dxiy^^c) ''^' Jahrhundert in Deutschland lebte. Das gege-^— 'jT; ^ bene Zeichen steht im oberen Rande einer Spiel-karte, welche einen Mönch vorstellt, der vor einer nach links gewen-deten Jungfrau kniet. Sie hebt den langen Schlepp ihres Kleides mitder linken Hand empor, und vom Munde des Knieenden schlingt sichein Zettel aufwärts, dessen Worte aber keinen Sinn geben. Ueber bei-den Figuren sind zwei Sarazenen Säbel gekreuzt, und in den Winkelnschweben Vögel. H. 4 Z. 11 L. Br. 2 Z. « L.
Diese Karte ist wohl nicht die einzige, indem man auf ein ganzesSpiel schliesscn kann. Von dem Blatte mit dem obigen Zeichen habenwir durch Herrn Baron von Löffclholz in Wallerstein Kunde. Diefürstliche Sammlung in Maihingen besitzt einen neuen Abdruck, sodass die Platte noch vorhauden ist. Den Verfertiger können wir unterdem obigen Zeichen nicht vermuthen, indem es wahrscheinlich denWerth der Karte (II) bedeutet.