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4) Venus, von Amoretten umgeben, nackt in einer Landschaft sitzend.Rechts zieht ein anderer Liebesgott den alten Fann am Stricke fort,und auf dem Rücken desselben sitzen zwei andere Amoretten. Linksvorn reicht ein alter Satyr mit dem Oberlcibc herein. Unten nachrechts das Zeichen. H. S Z. 7 L. Br. 8 Z. Frcnzcl, Wcigel und nachihm Heller schreiben dieses Blatt dem Peham entschieden zu, BartschNo. 6 einem unbekannten Italiener.
5) Vulkan in seiner Schmiede beschäftiget, während Mars linksoben die Venus durch die Luft entführt. Rechts unten das Zeichen.H. 14 Z. 0 L. Br. 10 Z. 8 L. B. No. 7.
277. Unbekannter Zeichner oder Verleger, welcher in der zweitenp p p Hälfte des 10. Jahrhunderts thätig war. Man findet diese
' ' Initialen auf einem sehr mittelmässigen Holzschnitte, welchereinen Mönch vorstellt, wie er eine heilige Nonne in den Sarg legt.Rechts scheint ein anderer Mönch den sitzenden Bischof zu trösten.Der Formschneider deutete seinen Namen durch ein aus TB besteh-endes Monogramm an. Die Platte wird auf der k. k. Bibliothek inWien aufbewahrt. Bartsch IX. p. 437 gibt Nachricht darüber. Höhe4 Z. 6 L. Br. 4 Z. 1 L.
278. Giovanni Paolo Pannini (richtiger Panini), Architekturmalor,r>i fftCfc) I /) geb. zu Piaconza 109!!, gest. zu Florenz den 21. Okto-(_T J J cW'- her 1708. Dieser als Decorationsmalcr berühmte Künstlerhintcrliess eine bedeutende Anzahl von Bautcnmalercien, welche in derRegel eine reiche Staffage von Figuren haben, und auf Effekt hinge-arbeitet sind. Man findet in den ersten Gallonen Architekturgcmüldevon seiner Hand, aber nur weil sie schon zu Lebzeiten des Künstlersdahin kamen. Der schreiende Ton, und die decorationsmässige Be-handlung derselben findet nur noch in England Anklang. Die Initialendes Namens kommen auf Oelgemälden selten vor. Man findet sie aberauf Zeichnungen, welche meistens getuscht sind. Der Künstler zeich-nete aber auch J. P. P. Georg Knapton und Arthur Pond haben solcheZeichnungen imitirt. Ein Blatt des erstoren stellt den Apostel Paulusim Areopag zu Athen vor, und ist mit den obigen Buchstaben ver-sehen. Auch von Bartolozzi findet sich ein Blatt mit G. P. P. Es stellteinen öffentlichen Platz mit einer Colonnadc vor, auf welchem römischeSoldaten eine Gruppe bilden. Die Lebensgränzen des Künstlers sindin den früheren Werken ungenau bestimmt. Die obigen, richtigen Dataergeben sich aus einem Briefe des Gio. Paolo Panini an den bekanntenKunstforscher Mariette. Ein Fragment dieses Briefes ist Marictte'sHandexemplar des Abecedario von Orlandi beigefügt.
279. Georg Philipp Rugendas, Schlachtenmaler und Radirer, geb.w T)Ti zu Augsburg den 27. November 1000, gest. daselbst denCt. 1 . JXy 10. Mai 1742. Einer der begabtesten und fruchtbarstenp (7) -n Künstler seiner Zeit, hintcrliess er eine grosse Anzahly J -s\j von Bildern, welche den glücklichen Nachahmer desM. A. Cerquozzi, Bourguignon und Tempesta verrathen. Rugendas ver-folgte eine streng naturalistische Richtung, besonders in seiner früherenZeit in welcher er seine handelnden Personen in höchster Kraftäusser-ung einführte , so dass seine Schlachten und Lagersccnen oft in einwüstes, wildes Treiben ausarten. Später strebte er nach grössererWahrheit in Form und Ausdruck, und zuletzt huldigte er einer mehridealen Auffassung, wobei die Kraft der Handlung geschwächt wurde.In den Gemälden der letzteren Zeit herrscht wenig Abwechslung. DiePferde Bind von einem und demselben Schlage, und zuweilen lahm, und