Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
76
Einzelbild herunterladen
 

76 GP. Nr. 249.

8) Herkules und Anthcus, oder der Kampf nackter Männer, wovonder dritte zu Boden liegt.

!)) Venus mit Amoretten und der gebändigte Satyr.

Diese beiden Blatter ichreibt Frenze!, Catalog Sternborg III. No. Kilound Kill, dem Georg Becham zu. Ibm folgt auch Heller, Handbuch2. Auflage S. SSI, mit der Bemerkung, dass Bartsch XIX. p. 184 die-selben irrig einem Schüler des Guido Koni zuschreibe. Man kann in-dessen nur lnnthmasslich für fr. Pccham stimmen, wenn angenommenwerden will, dass dieser Künstler von der ihm eigenthümlichen Manierauch einmal abgegangen ist. Die Jilätter sind nämlich sehr leicht undgeistreich radirt. und stimmen in dieser Hinsicht wenig mit den übrigenRadiningen des Künstlers. Auch sind sie nicht 0P bezeichnet, sondernSPP in der Art, dass der G von C unterscheidende senkrechte Strichzugleich ein kleines p bildet, wir kommen daher unter SPP darauf zurück.l'O) Die Ansicht von Grätz in Steyermark. Die Stadt breitet sichim Grunde aus, und vorn begleiten einen von acht Pferden bespanntengedeckten Wagen mehrere Männer zu Fuss und zu Pferd. Die Pferdesind ebenfalls mit langen Tüchern bedeckt, so dass ein Trauerzug vor-gestellt zu seyn scheint. Links oben sind die vorzüglichsten Kirchenund Gebäude der Stadt benannt und nuinmerii't, und auf der Bandrollein der Mitte steht: Wart Abconterfactw der fürsllicheii Haubt StattGralz in Steyr tö!)b. Hechts unten: Otorg psham F. Seltenes Blattvon zwei Platten. II. I!i Z. i» L. Br. 2<> Z. 8 L.

In einem Kraucnholz'schen Auktions-Katalogc von 1701 ist einsehr seltener Fries von 41t Platten in fol. angezeigt. Er stellt denTrauerzag eines Herzogs von Steyermark vor, und soll von Georg Pöhmradirt worden seyn. Dieser G. Pöhm ist wohl unser Peham, und diebeschriebene Ansiebt von Grätz mit dem Zuge zu Pferd gehört zujenem Friese, welcher äusserst selten vollständig sich findet.

11) Kampf eines Adlers oder Greifes mit dem Löwen. Mit G. P., kl. qu.8.12—18. Fine Folge von vier Landschaften, welche sehr tief geätzt

sind, so dass sie das Ansehen von Holzschnitten haben, dochnur im frühesten Drucke. Rupprecht schreibt diese GP 1593gezeichneten Blätter im Catalog Stengel irrig dem Gaetanol'iccini zu. II i! Z. ü L. Br. 4 '/,. :t L.

12) Die steinerne Brücke. Sic nimmt mit ihren zwei grossen Bogenfast die ganze Breite des Blattes ein , und geht über einen p'liiss,welcher links vorn einen Wasserfall bildet, lieber die Brücke gehenlinks zwei Männer, rechts ziehen drei Bauern mit einem Kscl. Hechtsvorn hinter zwei Bäumen geht ein Mann mit dem Weibe nach derBrücke zu, und links am Berge zeigt sieb die Mühle mit einem grossenWasserrade. Unten links sind die Buchstaben 0 /'und die .rainzahl /598.

13) Die Ruine mit dem grossen Bogen. Sie ist rechts vorn, unddaneben sitzen drei Männer, lieber den FlttSS zur Linken geht einekleine hölzerne Brücke, und in der Ferne zeigen sich Gebäude einerStadt. Unten neben dem rechts vom Rücken gesehenen Manne IBOP93,

14) Die kleine über den Fluss führende Brücke. Man sieht sieneben der Gruppe von vier Bäumen in Mitte des Vorgrundes, und derFluss kommt von links her. Auf dem Wege reitet ein Mann vor einemFussganger nach dem Grunde zu, welchen eine bergige Landschaftbildet. Rechts vorn unter dem Bauernhause 15 0 P 98,

lii) Die grosse Mühle links vorn am Wasser. Sie ist von einemPfalzann umgeben, und am Hause reicht ein Baum bis an den oberenHand der Blatte. Rechts im Mittelgrunde sind zwei mit Baumgruppeubesetzte Hügel, und in der Ferne zeigt sich die Stadt. Unten nachrechts G P, gegen links 1593.