G N. Nr. 214 — 216. 65
Namen bezeichnet: G. Neyts, gelten mit der Sylbe ine, und demBeisatze: Inventar et fecit. Auf einem einzigen Blatte, auf jenem mitder Ansicht von Lille, B. No. 10, steht der Name: J. Nyls in. f. Lille.Man sollte glauben, dass darunter ein anderer Künstler zu verstehensei, da überdies» kein Blatt mit dem Namen des 6. Neyts so vorzüglichbehandelt ist. Bartsch schreibt es aber dem G. Neyts zu.
Die Initialen G. N. findet man auf zwei Blättern, welche dem Ver-fasser des Peintre-graveur unbekannt geblieben sind. Das eine (RigalNo. 14) stellt einen Bauer mit dem Stocke bei zwei Pferden und einerliegenden Kuh vor. Rechts erheben sich grosse Bäume, und im Grundehüten zwei Bauern Pferde und Rinder. Links unten G. IV. II. 2Z.3L.Br. 2 Z. 11 L. Das zweite Blatt (Rigal No. 15) zeigt in der Mitteeinen einwärts reitenden Cavalier. Rechts bemerkt man hinter dembelaubten Baumstamme ein Haus mit hohem Giebel, und im Grundestehen einfach behandelte Bäume mit dichten Blattmassen auf einerErhöhung. Die Luft ist bis auf sechs oder sieben derbe gerade Stricheweiss. Links auf dem Boden G. N. H. 1 Z. Br. 1 Z. i) L.
Bartsch, P. gr. IV. p. 3üli, beschreibt zehn Blätter von der Handdieses Meisters. Im Catalog Rigal No. 11—13, und in der Beschreib-ung der k. Kupferstichsamrnlung in Copenhagen von C. F. v. Rumohrund J. M. Thiele S. 12 No. 14—21 sind noch andere Blätter beschrieben,Wir haben im Künstler-Lexicon das Verzeichniss auf 21 gebracht,R. Weigel (Supplements au Peintre-graveur p. 202) fasst aber das Werkdieses Meisters in 20 Nummern zusammen. Zu den seltensten Ab-drücken gehören die Exemplare mit schwachen Einfassungslinien undohne Adresse, vielleicht die sogenannten Epreuves d' Artiste, oder dieProbedrücke. Erster Art sind die Abdrücke mit der Adresse: Joa.Huyssens ex. Hierauf erhielt Franz van den Wyngaerde mehrerePlatten, welcher die erste Adresse wegnahm, und die seinige dafürbeifügte. Er verstärkte auch die Einfassungslinien mit dem Stichel.Bartsch hatte nur Abdrücke mit F. V. W. , d. h. mit Wyngaerde'sAdresse vor sich. Letzterer nahm auch eine Retouche der Plattenvor, und richtete eine Folge zusammen, da man Blätter mit No. 1, 2,3, 4, 6 u. 8 aus seinem Verlage findet. Einige Blätter dieses Meistersscheinen ursprünglich gar nicht in den Verlag gekommen zu seyn, weilsie ohne Adresse blieben. Daraus erklärt sich wohl die grosse Seltenheit.
214. Georg Nürnberger, Medailleur und Münzmeister in Frankfurt
G. N. | am Main von 1044—1058. Die Initialen seines Namens kom-
. I men auf Thalern von 1044—1040 vor, und auch auf den Du-
^ I katen von 1045. Im Jahre 1058 ersetzte ihn sein Sohn Georg
rj I Friedrich Nürnberger, welcher G. F. N. und TV. zeichnete.
Georg Neumeister, Wardein in Würzburg 1754 — 1702, und in
Frankfurt a. M. 1788 — 1790, zeichnete ebenfalls G. N.
Giorgio Nesti, Medailleur, wurde 1825 an der grossherzoglichenMünze in Florenz angestellt. Schlickcysen scheint Gepräge mit G. N.von ihm zu kennen.
215. Garlnson soll nach Brulliot II. No. 1080 ein Kupferstechers*\ jy heissen, dessen Vignetten mit den gegebenen Buchstaben be-(y zeichnet sind. Wir haben kein Blatt dieser Art gesehen, und
C-/ kennen auch die Lebensverhältnisse dieses Meisters nicht.
216. Als Münzzeichen auf spanischen Geprägen von 1804—1814G N A deuten diese Buchstaben die Prägstätte Girona an. Man wird
daher darunter keinen Künstler vermuthen.
MonogrammUten Bd. III. 5