Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
63
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G M R. Nr. 204 — 207. 63

betrachte die Blätter von Iluquier, welche nach Oppenort's ZeichnungenPortale, Grabmäler, Altäre, Leuchter, Meubel und die verschiedenstenZierwerke vorstellen. Wir kennen indessen nur ein einziges Blatt mitden Initialen des Namens , eine Vignette mit Minerva und der Fama.Dieses Blatt hat Nicolas Tardieu gestochen, qu. 8

204. unbekannter Formschneider oder Verleger, welcher umi±i i 587 in Wittenberg gelebt haben soll. Nach Brulliot I. No. 22 1 8»

/TFT) findet man dieses Zeichen auf Holzschnitten, welche in jener

(jJfV, Stadt erschienen. Wir haben kein Blatt dieser Art gesehen.

Es handelt sich vielleicht auch nur um einen Titelholzschnitt mit

dem Verlagszeichen, oder um ein Buchdrucker Signet.

205. Giuseppe Maria Roll oder Rolli, Maler und Radirer, geb.G jy ^ i zu Bologna 1045, gest. 1727, hinterliess mehrere

P* M R - 111 scnon radirte Blätter, deren Bartsch XIX. p. 317lj. M. n. in», tlel. | S echs beschreibt, auf welchen aber der Name desKünstlers (Rolinus, Rolli,. Rollius) vorkommt. Nach Malpe II. p. 171sind aber auch Blätter mit den Initialen des Namens bezeichnet. DieserSchrifsteller nennt die Charitas mit drei Kindern nach Ludovico Car-racci, B. No. 3. Dieses Blatt könnte aber nur im ersten Drucke GMRaufweisen, indem Bartsch rechts unten Gioseff'o Rolli f. liest. Höhe12 Z. 3 L. Breite 7 Z. 8 L. Malpe nennt ferner die Taufe Christinach Albani, welche Bartsch nach Gandellini aufzählt, aber sie demDomenico Bonavera zuschreibt. Auch ein Blatt nach L. Pasinelli sollGMR bezeichnet seyn. Er stellt nach Malpe eine Sibylle vor, wirvermuthen aber darunter die allegorische Figur der Malerei mit demZeichenbuche und einem Genius, B. No. 5. Bartsch liest jedoch darauf:Lau. Pasinellus Pinxil, Joseph Rollius ineidebat. II. 12 Z. 2 L.Br. 9 Z. 2 L. Malpß scheint also kein Blatt mit GMR gesehen zuhaben. Mit diesen Initialen ist aber eine Radirung von Giuseppe dalSole versehen, welcher mit G. M. Roli Schüler des D. M. Canuti war.Sie stellt die Verzweiflung oder den Neid mit Schlangen vor, und wirdvon Bartsch XIX. p. 329 No. 1 beschrieben. Dieser Schriftsteller bringtaus den links unten stehenden Schriftzeichen G. N. Zani oder Zannidel. heraus, Malaspina II. p. 3.11 liest aber G. M. R. inv. del. Rechtsist der Name dal Sole's. PI. 0 Z. 4 L. Br. 4 Z. 7 L. J. Rollius inv.steht auf einem radirten Blatte von Mattioli, welches Bartsch unbekanntblieb. Es stellt Genien vor, wie sie einen liegenden Hirsch bekränzen.Oben links halten zwei andere Genien ein fürstliches Wappen. Höhe7 Z. 3 L. Breite 5 Z. 2 L.

Das im Künstler-Lexicon XIII. S. 325 No. 7 erwähnte Bildnissdes Guercino mit zwei Genien ist auf dem Titel folgenden Werkes:Frontespicio a Paesi Dissegni del Ca». Gio. Franc. Barbieri in-tagl. da Gio. Penna (J. Pesne) in Parigi, gr. qu. fol. Robert-Du-mesnil No. 152—160. Die Zeichnung ist von Cesare Genari. Bartschkannte dieses Titelblatt nicht.

206. Giovanni Moro Rovere, genannt Fiaminghino, hinterliessGMR K'Oft in J ta l' cn zahlreiche Malwerke verschiedener Art," lovu - sowohl in Oel als in Fresco. Die Initialen G.M. R.i600 fand Bartsch auf einer Zeichnung in der Sammlung des Prinzende Ligne. Sie stellt die hl. Catharina vor. Auf den radirten Blätterndieses Künstlers stehen die Buchstaben M R, oder J. M. R. F., und wirkommen daher auf ihn zurück.

207. Giovanni Elia Morghen, Zeichner und Kupferstecher, geb.G -A{ R '") zu *' lorenz 1721 > g eüortzu den verdienstvollen Künstlern& t/.x\ .C. seinerzeit, wenn ihn auch Rafael Morghen, der Neffe,