Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
47
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GL —GLA. Nr. 134 — 138. 47

21—31. Ansichten von merkwürdigen Gegenden Italiens, in zehnBlättern. Im Cartonche des ersten: IIV Illustrissimo siqnore IL priorFRA VIRGINIO VALLE. H. 3 Z. (! L. — 4 Z. 1 L. Br 4 Z. 11 L. —S Z. 2 L.

Eine Folge solcher Ansichten ist im Rigal'schen Cataloge No. 449angezeigt, und dann auch noch eine weitere Folge von acht Blätternmit Studien von Eseln, Böcken, Ziegen, Schafen u. s. w. Die letztereFolge ist wohl jene No. 11—20.

134. Georg Lichtensteger, Kupferstecher, geh. zu Nürnberg 1700,£ •-> gest. 1780, hinterliess eine Anzahl von Bildnissen, deren mit

<~/-°0 • den Initialen des Namens bezeichnet sind. Darunter ist dasBildniss der Catharina Cornaro, Königin von Cypcrn, nach Tizian, fol.Zu seinen Hauptwerken gehört das Bildniss des BrandenburgischenOberjägermeisters von Schiammersdorf, nach Schlütter 1753, gr. fol.

135. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1074 in Erfurt

qp thätig war. Er stach das Titelblatt zu dem Werke von Ohr. Weber:" Cunsistorium, hoc est De Jure et Hatione Consisloriorum.Erfl'urdiae 1074, 8. Die Titelschrift steht in einer architektonischenEinfassung mit den Statuen der Religion und der Gerechtigkeit. Ineinem Cartouche ist die Sitzung des Consistoriums vorgestellt, überwelcher der heil. Geist schwebt. Es scheint sich um Ehesachen zuhandeln, da ein Mann und ein Weib vor den Richtern stehen.

136. Christian Benjamin Glasbach, Kupferstecher, geboren zugl/o. Magdeburg 1724, war Schüler von P. Busch, und hinterliessSe-Jt. Bildnisse, Landschaften mit Thicren, Prospekte u. s. w. Erarbeitete meistens für den Buchhandel. Auf Blättern in Büchern findetman die gegebenen Buchstaben , wie in Borowski's: GemeinnützigerNtitiirt/esrliirlite des Tliierreichs. Berlin und, Stralsund 11(10, 8.Glasbach starb 1780.

137. Carl Glantz, Formsehneider in Berlin, gehört zu den älteren

■ . „ Schalem dos Professors F. W. Gubitz, und arbeitete viele Jahreij'-iT' im Atelier desselben. Ueber den Wirkungskreis des genanntenters haben wir unter den Initialen G. U. II. No. 2700 gehandelt,und dabei ist auch bemerkt, dass die unzähligen Holzschnitte in seinenVerlagswerkcn nur durch viele Hände geliefert werden konnten. Glantzhatte von 1833 an im Atelier desselben gearbeitet, und daher sind diemeisten Blätter in den Verlagswerken des berühmten F. W. Gubitzzu finden. Er lieferte Stöcke zur Illustration der Volksbücher, derAusgabe des Nibelungen-Liedes, Blätter zu Salmon und Worolf, zuden sieben weisen Meistern, und zu mehreren anderen Werken, welchewir unter GB No. 2700 aufgezählt haben. Die Buchstaben Gl findetman nur auf einer massigen Anzahl von Holzschnitten. Zuweilen fügteder Künstler den Namen hei, die meisten Blätter sind aber unbozoiehnet.Die Leistungen der Schule gingen gewöhnlich unter dem Namen desMeistors.

138. Unbekannter Maler, welcher in der ersten Hallte des 17. Jahr-y\^ hunderts thätig war. Herr Senator Dr. Gwinner zu

Sp ,£ Frankfurt am Main besitzt ein kleines Oelgemäldo von(Jj~ "/_>, . diesem Meister, auf welchem die gegebenen Buchstabenvorkommen. Es stellt die heil. Maria mit dem Jesuskinde, Elisabethund Johannes vor. In Composition, Zeichnung und Färbung beurkundetsich ein Künstler von Talent, welcher jedoch in technischer Hinsichtnicht auf gleicher Höhe steht. Das auf Holz ausgeführte Bild ist uicht