Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
45
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G L. Nr. 132 - 133. 4S

Auf solchen breit und geistreich behandelten Blättern kommen die ge-gebenen Cursiven vor. Sie sind meistens mythologischen und allegor-ischen Inhalts, 8 und kl. qu. 4. Lairesse erwartet noch einen Artikelim Peintre-graveur.

132. George Lewis, Maler und Radirer, geboren zu London 178!i,GL clt&tt'S mac ' lte s ' cn ' n seiner früheren Zeit durch Genre-' °' bildor bekannt, und besonders durch Zeichnungen

C.3^_y / Gdls. mit Scenen aus dem englischen Volksleben. Später■^ f *f begleitete er den bekannten Bibliographen und Büeher-

tf.J~,.J./g2.l. samm i er d og L 0r< i Spencer, Rev. T. P. Dibdin, aufden Continent. Bei dieser Gelegenheit richtete Lewis ein Augenmerkauf das Costüm und den Charakter dos Volkes, verfiel aber nicht selten,und wohl absichtlich in Carrikatur. Die Zeichnungen hatte er nachseiner Rückkehr durch die Radiniadel bekannt gemacht, unter demTitel: A series of yrovps illustratiny Ihe phyionomy, manners andcharacler of the People of France and Germäny, by G. Lewis. Lon-don 1fl2t — i/123. Drei Theile, gr. 8. Auf den'radirton Blätterndieses Werkes kommen die obigen Buchstaben vor, meistens mit derJahrzahl ltl'2l. Lewis radirte auch Bildnisse, und führte grosse Blätterin Mezzotinto aus.

133. Gabriel van der Leeuw, genannt G. Leone, Landschafts»Q t yo maier und Radirer, wurde 1043 zu Dordrecht geboren, und<-/' ^- • von seinem Vater Sebastian unterrichtet. Er malte Land-schaften mit Thieren, und gehört seiner Manier nach der italienischenSchule an, indem er sich lange Zeit in Rom und Neapel aufhielt. InItalien nannte er sich G. Leone, wir kennen aber kein Gemälde mitdem einen oder dem anderen Namen. Sie sind in den holländischenSammlungen eben so selten, als anderwärts. Vielleicht gehen seineBilder unter den Namen des Rosa di Tivoli und G. B. Castiglione, daer diesen Meister nachahmte. Er starb zu Dordrecht 1088.

G. van der Leeuw hinterliess eine ziemliche Anzahl von geistreichradirten Blättern mit Landschaften und Thieren. Sie werden in einigenCatalogen dem Kupferstecher Willem van der Leeuw, dem Schüler desP. Soutman, zugeschrieben. Dieser Künstler arbeitete nach Rubensund anderen holländischen Meistern, und hat mit G. Leone nichtsgemein. Regnault-Delalande lässt im Catalog Rigal seinen GuglielmoLeone in Parma geboren werden, wir wissen aber nicht, wie er zudieser irrigen Angabe gelangte. Frcnzel nahm diesen Guglielmo Leonegläubig an. Willem van der Leeuw zeichnete: W. de Leeuw sculp.jauf den meisten Radirungen unsers Thiermalers steht aber G. Leone f.Bartsch wies ihm keine Stelle im Peintre-graveur an, und auch das Ver-zeichniss im Künstler-Lexicon VII. S. 3!).'i ist mager ausgefallen, indemdie seltensten Blätter fehlen. Wir müssen daher hier nachhelfen, daLeone als radirender Maler eine ehrenvolle Stelle verdient. Ch. Krnmmspricht nur im Allgemeinen von den Radirungen dieses Künstlers.

1) Die Verkündigung der Engel an die Hirten. Unten im Randerechts: G. Leone f., links: Jac. Raillardi Napoli. II. <> Z. 3 li.Br. 8 Z. 1 L.

2) Die Verkündigung an die Hirten. Im Grunde links verkündetin den Ruinen ein Engel in der Glorie den Hirten die Geburt desHeilandes, und im Vorgrunde fliehen zwei Ochsen und mehrere Schafeund Bocke nach den Seiten hin. Ohne Zeichen und Schrift. II. !> Z. 9 L.Br. 8 Z. 8 L.