November 1726. 301
"Ichaffcuhcit wird cinmüthig befunden, daß vorcrmelt in der Erbvcrcin begriffene Wort eine l. Eidgenossenschaft"Zu keiner thätlichcn Hilfe gegen dem durchlauchtigsten ErzHatto Oestrcich verbindlich inachen; denn obgleich die"^verein von 1511 sich auf die von annis 147-1 und 1477 beziehe, so verstehe sich solches dannoch nur»allein auf die Punctcn, dcrcnthalb (wie selbige lalltet) in dieser löbl. Verein kein Abänderung oder Erläu-"wrung beschchen; da dann bekanntermaßen die in der Erbvcrein von 1474 stipuliertc Hilf und Gcgcnhilf invon !,. 1500, weilen danahen beioen Parteien erlich Beschwerung zugestanden, aus merklichen Ursachen'Knd wissentlich hin- und abgethan, a. 1511 aber in daS treue Aufsehen verwandelt worden, danahen und"^gleich >>>isre lieben Alt-Vorderen zu mehreren Malen es allf eine thätliche Hilf zu verstehen angesucht"worden, st, zcigeil dennoch die Erempcl, daß sie hierüber niemalcn einmüthig »villsährig entsprochen, sondern""Ut Botschnstschicken, Schreiben und Dcclariercn ihre Pflichten hicrinfallö erfüllet." Nachdem in diesem SinnePlcnipotentiarius geantwortet worden, erklärt derselbe, daß er gewünscht hätte, die Gesandten hätten sichal'cr Buchstaben deutlicher ausgelassen; der Kaiser glaube, die Eidgenossen seien durch jenen ArtikelW Wirklicher Beschützung der vvrderöstrcichischen Lande verbunden und habe ihn speeiell beauftragt, darauf zuw»gen, vaß der Schlvarzwald und das Breisgau von dcir Eidgenossen in wirklichen Schuß genommen werde;
was die Eidgenossen hierin geleistet, sei bekanntermaßen nicht alle Zeit verfänglich gewesen. Der Kaiserao den Punct der gegenseitigen Hülfe für den wichtigsten und für die Eidgenossenschaft vortheilhaftestcn, danur zur Bcschüyung der Waldstättc und des Schwarzwaldes, der Kaiser aber zu der der ganzen Eidgenos-^Wchast verbunden sei. Die Antwort der Gesandten »verde er dem Kaiser referieren; derselbe aber werde daran"dlcht das geringste Content» haben." — Darauf macht der Prälat von sich aus, nicht in Folge seiner Jn-^tw», den Anzug, ob nicht zur Erziclung einer gegenseitigen Descnsion auf den Fall der Noth ein Projcct^ ^»twcrfen sei und hiczu ein Volköaufbruck von 4—5000 Eidgenossen aus des Kaisers Unkosten und unter^ festzusetzenden Bedingungen gestattet werden konnte, in Folge dessen ei» gewisser Distrikt von Basel^ Brcgeuz in die Sccurität gesetzt und zu Kriegszeiten als eidgenössisches Land sollte angesehen werden;./Würg und Breisgau konnten durch einen Specialtractat in die Descnsion ausgenommen werde». Die Gesandt-^aft Berns spricht sich instruktionsgemäß dahin aus, daß cS Berit gedeihlich für die Eidgenossenschaft vorkomme,ch, sicher District von Basel bis nach Brcgenz, wenn nicht aus Kraft der Erbvcreinigung, sondern durch einenIndern Vertrag in Sccurität und also beide User des Rheins in eidgenössische Gewalt gesetzt werden könnten.^ >st instruiert, sich in Unterhandlungen für eine Volkswcrbung einzulassen, doch so, daß durch eine solche^'"»g und Bcschützung dieser Orte die Eidgenossenschaft nicht engagiert werden sollte. Diese Eröffnungene'» ans Mangel an Instruction bloö in den Abschied genommen. Die Antwort an den Plcnipotcntiarinsalle drei Puncte wird, durch eine Commission entworfen und von sämmtlichen Gesandten gutgeheißen, dem^aten den 27. November übcrbracht. Dieselbe spricht sich 1) in Beziehung der Zölle also aus, daß die/nvsscigchuft das Vertrauen habe, der Kaiser werde die Zölle auf einen solchen Fuß setzen, daß von cid-
^ , . Waarcil nicht mehr bezogen werde, als ivaö von 1511 bis 1561 und kraft des Vertrags von 1654,sx" ^ 1693, ferners kraft der Declaration Leopolds l von 1701 an einige Jahre hindurch bezahlt worden.'damit man der erbvereinlichen Früchte thcilhaftig werde; die übrigen gemachten Vorschläge würden die Gc-ihr- " Herren rmd Obern referieren. 2) In Beziehung auf daS treue Aufsehen hätten auch sie, wie^^fchren von 1511 an, die Pflichten gegen das ErzHaus so beobachtet, daß die ersprießlichen Früchte nochechst"" dem Tag liegen; sie wollten in die Fußstapscn ihrer RcgimentSvvrsahrcn treten und ihre Pflichten sodaß der Kaiser „ein allergnädigsteS Vergnügen darob schöpfen werde." 3) Die Vorschläge wegen des