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Oktober 1713.
37.
Conferenz von Zürich, Bern und Abt von St. Gallen.
Rorschach, 17. Octobcr 1713 bis 24. März 1714.
^Staatsarchiv Bern?
Gesandte: Zürich. David Holzhalb, Bürgermeister; Johann Jakob Ulrich, Statthalter. Bern. JohannFriedrich Willading, Schultheiß; Samuel Frisching, Venncr und des Raths. Abt und Stift St. Gallen.Fidel Baron von Thurn, Erbmarschall; Georg Wilhelm Rinck von Baldcnstein, Landshofmeistcr; Joseph AntonPüntincr von Braunberg, Canzler.
Diese Konferenz versammelt sich, um einen Friedensschluß zwischen Zürich und Bern einerseits und demAbte von St. Gallen andrerseits zu Stande zu bringen. Man vereinigt sich zu einem Fricdensinstrumcnte,welches unter Ratificationsvorbehalt von den Gesandten der Conferenz den 24. März 1714 unterschrieben wird.sDie Unterschrift von Georg Wilhelm Rinck von Baldcnstein fehlt; derselbe lag zur Zeit der Unterzeichnung aufdem Todbcttc und starb eine Stunde nach derselben^.
38.
Conferenz der evangelischen Orte.
Baden, den 12. bis 19. November 1713.
^Staatsarchiv Ziirich.I
Gesandte: Zürich. Johann Heinrich Hirzel, Statthalter und des Raths; Andreas Meyer, Statthalter unddes Raths. Bern. Johann Rudolf Bücher, Venner und des Raths; Christoph Steiger, Scckelmcister welscherLande und des Raths. Glarus. Johann Heinrich Zwicki, Landammann. Basel. Johann BalthasarBurckhardt, Bürgermeister; Johann Rudolf Wcttstcin, des Raths und Deputat. Schaphausen. MichaelSenn, Burgermeister; Melchior von Pfistern, Statthalter und des Raths. Appenzell. Laurenz Tanner,Landammann. Stadt St. Gallen. Jakob Schärer, des Raths. Biel. Abraham Scholl, Bürgermeister.
i». Durch die Gefahren veranlaßt, welche die den Grenzen sich annähernden französischen und kaiserlichenTruppen zu bringen schienen, sowie durch ein an die XIII und die zugewandten Orte gerichtetes Schreibendes Gubcrnators der ober- und vorderöstreichischen Lande svom 24. Octob.l, hatte Zürich diese „gcmeineidge-nössische Zusammenkunft" zusammenberufen. Die katholischen Orte erscheinen nicht. Es wird beschlossen, dieseswiedermalige Ausbleiben in einem an die einzelnen Stände abzuschickenden Schreiben wiederum zu ahnden.I». Herzog Karl Philipp, Pfalzgraf bei Rhein, Gubernator der ober-und vorderöstreichischen Lande, fordert ineinem Schreiben vom 24. October die Xlll und die zugewandten Orte auf, die Waldstatte, das Frickthal undConstanz bei wachsender Feindcögefahr vermöge der ewigen Erbvereinigung und des Ncutralitätstraetats sicher zustellen, um so mehr, da von der Fernhaltung des Feindes die eigene Sicherheit und Freiheit abHange. Durchdie ewige Erbvereinigung finden sich die Orte nur in sofern „zu einem getreuen Aufsehen" verbunden, als es, wiees seit der Errichtung derselben im Jahr 1511 immer geschehen sei, „mit Reiten, Schreiben, Schicken observiert"werden könne. Wenn die Eidgenossenschaft etwa einmal weiter gegangen sei, so sei es ganz klar ausgesetztworden, daß dasselbe nicht kraft der Erbvcreinigung, sondern um ihrer eigenen Convenienz willen geschehen sei. Bei