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6,1,b (1867) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1649 bis 1680 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
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wohin solche geschikht vndt eröffnet oder offen abgelegt, sollendt gestrafft werden ! Vndt waß auch in dem einen odermit Gericht vnndt vrtheil erkhendt Wirt, desi soll sich ein Jeder lasßen benüegen vndt darbey belyben; man soll aber audem Kläger so wohl in disen, alß nachvolgenden schuldtsachen guet schlünig vndt vnpartheyisch Recht halten vndt widerfa rlasßen, ohn alle gcfährdt.

14. Wir sollendt auch vndt alle die vnßeren bey vnseren vndt Ihren Briefs, Siglen, Gewahrsammendem, so bißhar von Jemandem vß vnsi vndt den vnßeren in gcwerd vndt besitzung geweßcn ist, belyben vndt nicmandtanderen ohne Recht entwehren; vndt ob es bescheche vndt sich genuegsamblich befunde, so soll der theil, so entwehrt ist, win gewcer gesetzt werden mit allen deßhalb empfangenen Nützen vndt Endtrichtung darumb gelittenen Costens vndt schavndt demnach, ob er Rechtfertigung nit möcht entbehren, darumb recht pflegen vndt sich des! genüegcn.

15. Item Eß soll niemand vnfier vorgcmelter Partheyen gemeinlich noch sonderlich der anderen Parthyg die

sy sygen frey oder Eigenlüth, diewyl Sy hinder Inen sitzen oder keine ordenliche Abscheidt habend, In Ihren 'Schirmb, Burg-Recht, Landt-Recht, noch ander dergleichen Pflicht fassen noch nemmen, sonder menigklichem diebelyben lasßen; vndt ob dz beschehen, es wcre mit gefehrden oder ohn, wan dan ein theil den anderen, der deßhat, darumb ersuecht, es bescheche mit- oder ohne Recht, so sollend dem Mannenden theil die syncn, wo daß also khunist, wider gelasßen vndt die angenommen Jr Eyd vndt pflichten, ob Sy die gethan hetten, lädig gczält werden.

16. Vmb schulden, darumb verschrybungen mit ligcnden pfänden vorhanden, es betreffe Hauptgüctter oder.soll ein Jeder gesucht werden, wo die vnderpfändcr ligend: deßglychen soll man auch einanderen vmb gemeine vmcv ^ ^vndt vnverschrybne lauffende schulden vor dem Richter, wo der schuldner scsshafft, bevordcrist anlangen vndt bekhan^^machen, vndt vor vndt ehe solches beschehen keine Arrest nit gebraucht werden; wan aber die schuld in richtigst ^vndt der Zahlungs-tormm verflosßen oder sonderbahr glübt beschehen, oder Vcrkhomnusßen verbanden, dz einer a»gewüsßen Orth zezahlcn versprochen Helte, oder die schuld bey Wirten oder HandtwerckhsLeüthen were gemachct ^oder sonst ein vßklagter oder Landschweifender Mann were, Alß dan inag man sich der Arresten vnndt Hafftbottc»bedienen; Eß sollend aber dieselben gegen niemanden alß dem rechten schuldner oder desselben Tröster fürgenommen we

17. Wir sindt auch übereinkhommen, were daß Jemand den Lyb vcrschzildte, Alß sehr daß Er von syner

oder Gericht darumb verschrüwen oder verrüffen wurde, wo daß dan Vnß den übrigen, so in diser Pündtnuß eg ^sindt, verkhündt Wirt mit selbiger Statt oder deß Landts besigletem bricsi, so sollend wir Jnne vf glychc Formb au ^schreyen i vndt wer In darnach wüsßentlich hussct oder hoset, esßen oder trinkhen gibt, der soll in denselben schulden ^allein dz es Imme nit an den Leyb gahn soll, ohn all gefärd : vndt wofehr deß verschrciten Oberkheit begehrte, dz manverschreiten Jro lasße zuevolgen, es unweigerlichen beschehen. ^

18. Wir sollend allerseits einandcren freyen feilen khauff zuelasßen, vndt zwaren bey Vnseren ZShlcn,

Nutzungen, sambt vndt sonders, wie wir die von altershar gehabt vndt geübt habent, belyben, vnß aber allerdarin ohn vfsätz oder beschwcrung einichcr newer Zählen oder anderer vfflagen enthalten, damit der gemeine Kautverkhausf vndt all ander guet, Ehrbar gwerb vndt Handtierungen Ihren gang destcrbah mögend haben.

19. Item vndt wylen etwan vill vnwillens gebracht, wan sich ein Erbfahl zuegetragen, dz man denwelcher geErbt hat, nit cerben lasßen wollen nach selbigem Ortts gebrcüchlichem Erb-Rechten, Er bringe dan ^Oberkheit dz gcgenRecht, die Erb-Necht aber sich nit alle tag änderen lasßend, So habent wir vnß desßcn mit- v» '. ^einanderen beredt vndt entschlosßen, daß fürbaßhin in Erbfählen Jeder nach deß Ortts, wo der Erbfahl gefallen,

vndt Gebrauch, ohne Zucmuetten deß Gcgen-Rechtcn, gerichtet werden solle.

20. Vnndt alß dann vnß nit allein Zuestath, die Vnßeren gegen cinanderen zue Rechtsnemmung vndtwyßen, sonder auch vnßer selbs händell, ob die zwüschcnt vnß zue vnglycher Erkhandtnuß kämend, mit güet- old NeEntscheid hinzulegen, vf dz wir vndt die vnseren destbaß in gantzem Friden vndt in gleichen Rechten sammentmögend,

21. So haben wir vnß fürcr mit einanderen vndcrredt vndt versprochen, were, dz ein oder mehr Ortt v»oder Jemandt, der Zue demselben gehöret, an der anderen Ortten Eins oder Mehr, oder an dhein desselben Landt,