Thurgau. 1605
^uen lassen, glauben übrigens, daß ihre Obrigkeiten, nachdem die Mehrzahl der Orte eingewilligt hat, es"ut de,,, gemachten Vorbehalt auch gestatten werden. Alan beschickt hierauf die von Frauenfüd von beiden. .^gionen mit dem geinachten Vertrag und ändert denselben in etlichen Punkten. Die regierenden katho-, Orte entwerfen eine Consirmation des Vergleichs. Zürich und evangelisch Glarus wollen denselben^cht in der vorgeschlagenen Form acceptieren und entwerfen ein anderes Concept, ivorauf man beide in^ Ebschied nimmt. Absch. 1007. e. 32?». (1643.) Vergleich wegen des Kirchenbaus, ratificicrt zu Baden dende, ^Katholisches Kirchenarchiv in Frauenfeld. Dem Original fehlt ein Blatt; das Fehlende,
größere Thcil von Artikel 2 und 3, ist aus einer im Zürcherarchiv befindlichen Copie ergänzt.^Zu wissen und kundt sehe jedermenigklichcn: demnach ein gantze Commun und Burgerschaft bcder^gwnen der Statt Frauwenseldt von Altein uiid iioch bißhero vermög der Verträgen uinb mehrer Ruhe,^ und Einigkeit willen in würcklicher Übung gehabt und noch haben, ihre sonn- und feyertägliche Fest^ ubgesvnderten Kirchen zuhalten, wie dan zuc dem End den Catholischen die Kirch alhic in der Statt zuew . b»en Evangelischen aber die bede Kirchen zue Oberkirch und St. Johann gezeigt und eingebenrn. Wm, nun aber ihnen, den Evangelischen, erstangczogene Kirch zue Oberkirch theils voii wegeno uiid Ferne des Wegs, fürnemblich aber, daß ihnen solcher Wäg für zu sehr alte und junge Leuthz»e l Winters- iind Regenszeit vast ungelegen, lenger und ferner uf bißhero gebrauchte Weiß
can ^^en beschwerlich flirfallen wollen: also von deßwegen sie durch Etliche uß ihrem Mittel mit dergchen Commun reden und zumahlen ihnen ihre Beschwerdt freünd- und mitbürgerlich eröffnen lassen,de,-, öffentlich resolvirt und erklärt, so fern die Catholischen ihnen umb ein gelegenen Blatz mit
«uz selbigen Blaß bezahlen, sondern auch die.Kirch und den völligen Bauw
Zip! eignen Kosten aufrichten und bauwcn lassen wollen, welche freund- und mitburgerliche
^ > lon die Catholischen nicht allein gern angehört, sondern den Evangelischen alle möglichste Hüls zu^nfti^" ^latz zuthun versprochen, wie dann auch würcklich beschechen. Damit aber auß disem Geschäft>hue ^ ^ etivan mehrere Unruhe, Streit und Zanck, als Fried, Ruhe und Einigkeit erwachsen
da,/ Ablegung dessen seind von behden Religionen nachgeschribeiw Puncten (doch änderst nicht,
^^^slcativn unserer allerseits gnädigen Herren und Obern) ufgesezt und selbige für sie und ihreNachkommen zuehalten uf und angenommen worden.
"Wh!,,Vilich so oill den vorhabenden Kirchenbauw belangt, ist von beden Theilen abgeredt worden, sinte-^ o» die Evangelischen albereit ein Behaußung alhie in der Statt an sich erkauft, daß sie aus selbigerdcri ^ Gelegenheit nach ein aigne Kirch bauwen und aufführen, selbige mit Thurn und Gloggen
doch ^ 3^"^ völlige Neligionsübung ihrem Belieben nach haben und brauchen mögen,
seitz Costen und ohne der Catholischen, wie auch der Kirchengüeter, so bißhero under beder-
^^^igionen oberkeitlichem Schirm gelegen und noch ligen, Zuthun und Entgeltnus.
seit
^"'n andern, die Filialkirch zn S. Nicolai alhie in der Statt betreffend: Demnach die Evangelischen
^ Religion Ihr Exercitium daselbsten alle Wochen dreh Täg, nemblichen am Zinstag^s°»st kF^ehtag ztvischen der Früemeß und dein Ampi, doch einzig und allein mit Gebet und Predig undNiit bist"Religivnsüebung, ivie die Rainen haben möchte, gebraucht, daß sie hingegen solche Kirchsolle,, ^ ^^ch^csteit abtreten und darin nit mehr umb einicherlci Ursach willen begeren und kommenÄcjg ^ Sach, daß angczcigte ihr vorhabende neüwe Kirch durch Krieg, Brunst oder in ander
^ orunib verderbt oder zue »ichten gemacht wurde, alsdan i» disem Fahl sollen die Evangelischen