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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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October 1613.

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Hvhaun Georg Wagner, Sekelmeister und des Naths. Appenzell I.-Rh. Ulrich Näff, Landammann.Abt von St. Gallen. (Josua) Studer, Rath und Hofmeister.

Dieser Tag ist ausgeschrieben worden, um in Betreff der Streitigkeiten zwischen Bern und demBischof Wilhelm von Basel wegen der Bewohner des Münsterthals zu berathschlagen. Die Gesandten desBischofs erörtern nochmals ausführlich die Beschaffenheit des Handels, begründen unter Vorlegung aller be-iiiglichen Nechtstitel und Urkunden dessen gutes Recht, beschweren sich über die ihm von Seite Berns wider-fahrene Unbilligkeit und bitten um bundesgemäße Hülfe, Rath und Schirm. Dieses Gesuch unterstüzt der neuepäpstliche Nuntius, Bischof zu Adria persönlich. Ferner werden Zuschriften von Zürich und Bern verlesen.

seiner Zuschrift vom 16./26. October bemerkt Zürich, es bedauere, daß die Sache noch zu keiner Verein-barung gelangt, ja daß beiderseits die MißHelligkeit hiziger geworden sei; obschon die Bemühungen des fran-Wschen Ambassadors bisher fruchtlos gewesen, habe derselbe doch die Hoffnung ausgesprochen, die Sache zueinem befriedigenden Ziele bringen zu können; inzwischen haben die evangelischen Orte nicht ermangelt, aufeiner Zusammenkunft in Aarau über geeignete Mittel zu Beilegung der Sache und zu Verhütung weitererUnruhen sich zu besprechen; Zürich erwarte, die katholischen Orte werden den Bischof, ihren Bundesgenossen,5ür Nachgiebigkeit zu disponiren suchen, damit Frieden und Ruhe im Vaterland erhalten bleiben; sollten widerBarhoffen andere Hindernisse hinzutreten, so daß eine Besprechung ans einer allgemeinen Tagsazung nöthigMäre, so erkläre sich Zürich gerne zur Mitwirkung bereit. — Vorab nun wird dein Nuntius der katholischen^te bundesgenössische Gesinnung gegen den Bischof von Basel und aller mögliche Beistand zugesichert und denbischöflichen Gesandten die Versicherung getreuer Wohlmcinnng und Rath über ihr Verhalten ertheilt. AnHurich wird freundlich geantwortet, es dürfe sich auf die gutherzige Gesinnung der katholischen Orte in dieserSache verlassen; eine gemcineidgcnössische Tagsazung, im Fall die gütlichen Unterhandlungen des französischenAmbassadors zu keinem Ziele führten, lasse man sich auch gefallen und werde die Gesandten mit den nöthigenBollniachten dahin abfertigen, nicht nur zu Beilegung dieser Unruhen, sondern auch zu Erhaltung und Förderungb°r wahren katholischen Religion und zum Frieden des gemeinen Vaterlandes; daneben werde man die GesandtenMstruiren, was sie mit Bern reden sollen wegen seines ungebührlichen und uneidgenössischen Procedirens gegens^ue katholischen Eid- und Bundesgenossen, wie es seit vielen Jahren „vmb ein jeden Vogel fluck vffwutsche",^iegsrüstungen und Musterungen anordne, Wachen aufstelle und andere Ungebührlichkeiten vornehme, wodurchkatholischen Orte in stete Unruhen und Kosten kommen, was sie aber nicht mehr leiden werden, wcßwegensm endlich zu wissen begehren, wessen sie sich in Zukunft zu versehen haben. Auf das weitläufige SchreibenBerns an jedes der V katholischen Orte wird, da ihm Freiburg und Solothurn durch eine Botschaft bereitsländlich geantwortet haben, erwidert, man habe nie im Sinne gehabt, wider Recht etwas zu thun, werdeübrigens auf nächster Tagsazung weiter mit ihm darüber sprechen. Und da auch Glarus auf Andringen Bernsb'eser Sache wegen an die katholischen Orte geschrieben hat, wird ihm geantwortet, wie jeder Gesandte seinen^bern zu referiren weiß. I». Ludovicns, Graf und Bischof zu Adria präsentirt sich nach Überreichung einesBreve Sr. Heiligkeit und eines Schreibens des Cardinals Borghese als neuer päpstlicher Nuntius in derEidgenossenschaft, vermeldet des Papstes Gruß, gnädigen Wille» und väterliche Benediction und erbietet sich^ allen gutwilligen Diensten. Es wird ihm gedankt und nach Rom geantwortet, v. Da das Ableben desBischofs von Sitten gerade in gegenwärtiger Zeit sehr zu beklagen ist, wird über die Wahl eines neuen Bischofswie sonst der katholischen Religion im Wallis geholfen werden möchte, Berathnng gepflogen. In der