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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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April 1610. 981

^ verhindern nie begehrt und jenes Schreiben mehr zur Förderung des Dienstes des Königs als zu dessen^Hinderung erlassen habe, indem es besorgt gewesen, es möchte wiederum Unordnung einreißen, wenn dieherischen und Katholischen durch einander in die Regimenter eiugcthcilt wurden, daher es die vier andern"e zu einer Unterredung eingeladen, habe; durch die andern Äußerungen des Ambassadors fühle sich Lucern^ seiner Ehre tief verlezt, vertraue nun aber Solothnrn, es werde eine Aussöhnung zu Stande bringen.^ Abgeordnete des Ambassadors, Secretär Vigicr, erwidert, der Ambassador habe jene Äußerungen stetsunter Borbehalt, wenn dem also wäre, gcthan, Lncern dagegen den Streit stets vermehrt und ohne Vor->vlt gesprochen. Da nun beider Parteien Meinungen sehr ungleich sind, so hält man zu Beseitigung des^Verständnisses als das beste Mittel, daß Worte und Werke gegenseitig aufgehoben sein und keinem Theilhol Hoheit und Ehre etwas schaden sollen. Dem Ambassador wird zu verstehen gegeben, daß der wieder-en Erklärnng Lucerns zufolge dieser Handel nur den Ambassador persönlich, keineswegs den König antreffe,es vielmehr dem König mit allen Treuen zugethan sei und, da es seinerseits allen Widerwillen fallen lasse,luiicin in Abschiedsform gestellten und von den Gesandten unterschriebenen Zengniß dieser gütlichen Bcr-^Ulng sich ersättigen lasse. Der Ambassador dagegen begehrt, die Herren von Lucern sollen bekennen, daß^ den Fehler begangen haben, alsdann werde er „nützett darnff setzen". — Damit nun durch den Bericht der^ tischen Abgeordneten an ihre Obern der Zwiespalt nicht noch vergrößert werde, gibt man ihnen den Rath,^'u möchte ein freundliches Schreiben, ungefähr nach dem mitgctheiltcn Entwurf, an den Ambassador ab-, , " lassen. Diese wollen den Entwurf, jedoch außerhalb des Abschieds, ihren Herren und Obern hinter-

°r»,ge„.

72«.

Conferenz der die Vogteien Bellenz :c. regierenden III Orte.

Alrunnen. 1610. 22. April.

aus den 22. April nach Brunnen angeseztcn Tag wegen der Kosten mit der Granedoncr Straße n. N. will manund sind Commissär Leu und der Sekelmcister Boten dahin worden. (Auszug aus dem Nidwaldner Rälhe- undstute "^vwtokoll vom 19. April 1610, S. 420). — Der Abschied fehlt. Am 26. April wurde er von Rathen und Land-" ui Bcrathnng gezogen; I. e. S. 426.

727.

Conferenz der IV evangelischen Städte.

Aaran. 1610, 26. April (16. alt. Kal.).

Staatsarchiv iiürich! Abschiedbd. 187, S. ll>4.

^ Gesandte: Zürich. Leonhard Holzhalb, Bürgermeister; Hans Escher, des Raths und Sekelmcister.

H""s Rudolf Sager, Schultheiß; Anton von Erlach, des Raths und alt-Landvogt zu Älen. Basel.Hcj Schultheiß, des Raths; Johann Friedrich Nhchincr, Stadtschrcibcr. Schaphausen. Dr.

'r>ch Schwarz, Bürgermeister; Hans Konrad Peyer, des Raths und Sekelmcister.