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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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April 1K00.

«. Nach Anhörung eines Berichts des Bürgermeisters Lamberger, der nach Wallis war abgeordnetworden, wird nochmals fiir nöthig erachtet, eine Gesandtschaft der VII Orte, so bald es die Umstände erlauben,dahin abgehen zu lasse», um die Walliser von dem projectirten Bündniß mit den Biindnern abzubringen, be-sonders weil man in Erfahrung gebracht hat, daß die Bündner nicht gesonnen sind, ihr Project aufzugeben,und da auch der päpstliche Nuntius dazu aufmuntert. Die Gesandten sollen sich am 4. Mai zu Freiburg ver-sammeln und dann von Zehnten zu Zehnten reisen, beim obersten anfangend, um ihr Anliegen vorzubringen;acht Tage zuvor soll Freiburg den Bischof und alle Zehnten davon in Kenntniß sezen; zugleich wird eineInstruction für diese Gesandtschaft entworfen. I». Das Begehren der Gesandten von Uri in Betreff desWalther Stricker wird in den Abschied genommen. «. Nachdem man den Bericht und Antrag der Gesandtenvon Freiburg und Solothurn wegen des Bieler Handels angehört und gefunden hat, daß auf der nach Badenausgeschriebenen Tagsazung in dieser Sache doch nichts ausgerichtet werden würde, wird weder für nüzlichnoch nothwendig gehalten, dieselbe zu besuchen. Deßwegen wird Zürich ersucht, dieselbe wieder abzuschreiben,weil die meisten Orte wegen der bevorstehenden Landsgemeinden sie nicht besuchen könnten; dem Handel werdeinzwischen nichts benommen und man könne dann auf der badischen Jahrrechnung mit um so mehr Erfolg inder Sache handeln; Zürichsott Bern und Biel ermahnen, inzwischen sich ruhig zu verhalte». Solothurn wirdbeauftragt, die von Biel zu veranlassen, beim König von Frankreich um Hülfe und Nath nachzusuchen undauch den Ambassador um seine Mitwirkung anzusprechen, damit er dem König vorstelle, wie viel den katho-lischen Orten an Biel wegen des Passes nach Frankreich gelegen sei. «I. (S. u. Thurgau). (S. »-Sargans). Das Begehren des Grafen von Hohenems um Aufhebung des Arrests, welchen HauptmannHans Jäger aus dem Thurgau auf seine Güter im Nheinthal gelegt hat, wird ml instrueniclum genommen.

Der päpstliche Nuntius, Bischof von Veglia, begrüßt gutherzig und vertraulich die katholischen Orte undsichert ihnen des Papstes und seine eigenen willigen Dienste in allen ihren Anliegen zu; er gratulirt ihnen fürdie Beständigkeit und den Eifer, die sie für Erhaltung der katholische» Religion erzeigen, meldet, daß derPapst mit Freuden wahrgenommen habe, wie beim gegenwärtigen Jubeljahr sich von keiner andern Nationmehr Andächtige in Rom eingefunden haben, als eben von den katholischen Orten, spricht die Er-wartung aus, daß noch viele Andere sich dahin begeben werden, ermahnt und bittet, die langwierigenAnstände wegen Arbon, Biel und Toggenburg, an denen der katholischen Religion so viel gelegen sei, endlichzu erledigen, indem durch längern Verzug die Widersacher immer mehr Boden gewinnen, und begehrt, daßman zu Verhinderung des beabsichtigten Bündnisses zwischen Wallis und den III Bünden allen Fleiß anwende,weil es zu gänzlicher Ausrottung der katholischen Religion und zu Unterdrükung der beiden Bisthümer Chnrund Sitten und den katholischen Orten zu großer Gefahr gereichen würde. Seine Anerbieten und Ermah-nungen werden verdankt, dabei wird mit ihm über die vorstehenden Punkte und über Canonisation des seligenBruders KlauS verhandelt, worüber jeder Gesandte zu referiren weiß. I». Für die Gesandten nach Walliswird eine Instruction entworfen und in den Abschied genommen; sobald sie angenommen ist, sollen Abschriftenfür alle Zehnten ausgefertigt werden. Den Gesandten sollen auch die Bundesbriefe mitgegeben werden, damitsie, wenn nöthig, die betreffenden Artikel daraus vorlesen können; endlich soll ihnen eine besondere Instructionertheilt werden, was sie mit dem Bischof und Domcapitel in Betreff der Priesterschaft, des Capuzinerklostersund anderer Punkte der Religio», wie darüber mit dem päpstliche» Nuntius tractirt worden, verHandel» sollen,l. Das Gesuch Appenzell Jnnerrhodens, es, da es nunmehr von den äußer» Rhoden getrennt sei, auch in das