Druckschrift 
5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
Entstehung
Seite
341
Einzelbild herunterladen
 

März 1594. 341

nicht aufgehoben würde, leicht andere Nationen Anlaß nehmen dürften, Waaren nicht nur bernischer,ändern überhaupt eidgenössischer Kanfleute zu verarrestiren. Abgeordnete von St. Gallen führen im NamenKanfleute Klage, daß ihnen von Lyon Drohungen gegen sie zugekommen seien, und bitten ebenfalls umAufhebung des Arrests, damit nicht größerer Nachtheil für die Eidgenossenschaft daraus entspringe. Ein gleiches^s"ch lassen auch die III Bünde vorbringe». Es wird nun nach einstimmigem Beschlüsse an Bern eineschriftliche Vorstellung erlassen mit dem Ersuchen, beförderlich darüber nach Zürich zn antworten; sollte eineabschlägige Antwort erfolge», so soll Zürich eine allgemeine Tagsazung ausschreiben, um diese Sache zu einemüiiiistigen Ende zn bringen und die bisherige Freiheit des Handels und Wandels in der Eidgenossenschaft anf-icht z» erhalten. I». (S, n. Vier ennctbirg. Vogt, übcrh.). e. Auf die Anzeige des Gesandten von Frei-"rg, daß durch den Grase» von Desana bei Vcrcelli Solothurner Kreuzer geschlagen und sogar die Stempel""' Geld ausgeliehen werden, wird nochmals an den Kaiser um Abhülfe geschrieben. «I. (S. u. Mainthal).

(S. ». Lanis). t Glarus begehrt neuerdings, man möchte Schwyz veranlassen, die Briefe über den""genommenen Spruch, betreffend die Vogtci Windegg und Gaster, aufrichten zu lassen. Landammann Bedingewidert, Schwyz habe bis dahin diese Sache nicht vor die Landsgemeinde bringen können, werde aber nichtsbestoweniger die Artikel und Verträge halten. Da man diesen Anzug nicht erwartet hat, indem man glaubte,^ Sache sei schon längst in Richtigkeit, so wird Schwyz ersucht, den Eidgenossen zn Ehren und zu Gefallen''"Vertrag in Schrift verfassen und besiegeln zu lassen, zx. (S. u. SarganS). I». (S. u. Baden). I. Ge-dte des Abts von St.Gallen eröffnen vor den Gesandten der vier Schirmorte, daß ihm zwei CitationenKaiser zugekommen seien, auf dem bevorstehenden Reichstag zn erscheinen; er bitte nun um Rath, ob erb"sönlich oder durch eine Gesandtschaft sich dorthin begeben solle. Wird in den Abschied genommen, k. Diesandten von Glarus erneuern ihr Gesuch um Fenster mit der Orte Ehrenwappcn in die neue Kirche znkr-Urnen. Da einige Orte die ihrigen bereits bezahlt haben, wird es von den übrigen in den Abschied^"vinnien. I. Lucern macht Anzug, daß die Jahrrechnnngc» dieß- und jenseits des Gebirgs allzu große Kosten^'Ursachen und daher den Herren und Obern „nützit inngeantwnrtet werde", und beantragt, für Abhülfe zu"rgen. Der Antrag wird in den Abschied genommen, damit jedes Ort seine Gesandten über eine entsprechendeOrdnung instruire.

^ Man sehe auch im Abschnitte Herrschaftsangelcgcnheiten:

r»fschilst Eargans. «. Art. 67. Zölle -c.

2. wichest ywittm >». Art. 66. Justizsachen.

kniietb. Vogt, übcrh. >». Art. 21. Allg. Vcrwaltungvsache».

"»dbogtei Pauls. «>. Art. 246. Justizsachen.

"»dvogtci Mainthal. > Art. 376. Rechte und Privilegien.

255.

Conferenz der VI katholischen Orte.

Lucern. 15i)4, 15. April.

StaatSarciktv Vncern. Lucerner Abschiede <4. 247. > KantonSarcktv ^retburg. Abschiedband liS.

Gesandte: Lncern. Jost Krcpsinger, Ritter, Schultheiß; Ulrich Dnllilcr, Venner; NiklauS KruS;'"echt Segesser, Ritter; Niklans Pfyffer, Ritter, Venncr, alle des Raths. Ur i. Sebastian Kuhn, Ritter,