März 1589.
Bündnisi mit den lutherischen Orten der Eidgenossenschaft, die Beschirmung der Stadt Gens, das Bündnisi mit Englandenthüllen deutlich des Königs Ziele, und weil ihm zur gänzlichen Einseging der Kezcrei der Herzog von Guisc imgestanden, habe er sich zu einem Mord entschlossen. Er, der Gesandte, wisse zwar wohl, daß man es ihm übel »ehine»werde, daß er von seinem Oberherrn nicht mit aller Ehrbarkeit und Reverenz spreche, er wisse dagegen auch, daß jeder, derdie lautere Wahrheit sage zur Rettung der Ehre Gottes einer solchen Schmach nicht"unlerworsen werden könne, besonderswider die, welche durch die sorbonnischcn Richter für Kezer oder Unkatholische erklärt werde». Man möge ihm erlauben, eü>wenig des Königs ZHalen zu betrachten, und iverde sehen, was für Förderung derselbe dem katholischen Glauben erzeighabe. Nachdem derselbe zu der Krone gekommen, habe er den genfischen Schirmvertrag und die Bündnisse mit England »adden lutherischen Orten abgeschlossen, Sachen, in welche seine Vorsahren sich nie eingelassen Hütten. Die von den Katholischeaufgebrochenen Truppen habe er durch Mangel an der nöthigen Verpflegung zn Grund gehen lassen, habe sie in Guienne,im Delphinat und sonsten herumgesührt, in der Hoffnung, daß sie nicht mehr zurükkehren werde», und habe sie in dieseAbsicht ohne Hülfe und ohne Verschling mit dem zum Kriege Nöthigen steken lasse». Im leztjührigen Kriege habe er de»deutschen Reutern und lutherischen Eidgenossen, welche durch die Gnade Gottes und die gute Leitung des Herzogs vongeschlagen worden, die Hand geboten, habe sie gesammelt, ihnen Geld und sicheres Geleit zur Heimkehr gegeben, wühre»ddie katholischen Hülfstrnppen, welche ihm so treu gedient, mit grosier Noth und Mühe ihre schuldige Bezahlung erlangc»müsse». Es beweisen dieses auch die vielen Frieden, die er mit den Hugenotten zu ihrem Vortheil, aber zum Schaden derKatholischen gerade in jenen Zeiten gemacht, da sie am schwüchsten gewesen. Alle diese Handlungen haben die Herzoge d»Maine und Aumale und andere Fürsten, Prälaten und Edclleutc veranlasst, sich zu verbinden und solchen bösen Anschläge»sich zu widersezen, in welche Vereinigung sich auch begeben haben die Städte Paris, Orleans, Ronen, Troycs, Anne»-»Toulouse, Chnrtres, Marseille, Dijon, Chälons an der Saäne, Braune, la Charit«!, Auronne, Gien an der Loire, A »gic »s,Bonlogne, ferner die Provinzen Normandie, Picardie, Champagne, Burgund, Provence, Bretagne, Nrye, Isle de Fra»Cund viele andere kleine Städte, alle entschlossen, eher zu sterben, als zu dulden, dass die Kezerei in diesem Lande weitesWurzeln fasse. Es haben sich auch mit ihnen verbunden bei 20,VW Männer aus dem Landvolk der Normandie und »o»'Ort, genannt le Canton de Gauticrs. Alle haben das Vertrauen zu den katholischen Eidgenossen, die gewohnt sind mit ihc^Macht beizustehen, wo es sich um die Beschirmung der Ehre Gottes, des katholischen Glaubens und der Wohlfahrt bCChristenheit handelt, dass sie ihnen auch in dieser heiligen Sache beistehen werden. Er habe den ansdrüklichen Befehl, diesigAlles ihnen wahrheitsgetreu vorzustellen, sie zu bitten, denen, welche sie um Hülfe und Beistand angehen möchten, diesen »i^zn bewilligen und sie dagegen seiner Fürsten Wohlwollen und Freundschaft zu versichern.
Landesarchiv Ntdwalden, Betlage zum Abschied.
«n.
Tagsazung der liachbenanntcll XII Orte sammt Wallis.
Solothnrn. l58ll, 15. März (Mittwoch nach Lätare).
TtaatSarchiv Lncern. Allgem. Abschiede DO, 8!t.
Gesandte: Bern. Beat Ludwig von Miilincn, Schultheiß; Vincenz Dachselhofer, Stadtschrciber, bc>^des Raths. Lucern. Riklanö Krns; Jost Hvldernieycr, Sekelnieister, beide des Raths. Uri. HanS Jo^Troger, Ritter, Landainmann; Heinrich Scherer, beide des Raths. Schwyz. Nndolf Reding, Ritter, La»dammann; (Josef) Gruninger, beide des Raths. Unterwalden. Kaspar Jakob, Landaniniann; >l. Äirsides Raths, von Obwaldcn; Melchior Lnssi, Ritter, Landaininann; Hans Waser, Ritter, alt-Landaininain',Ridwalden. Zug. WolfgangMeyenbergu»d„Paschettcr"(SebastianEtter?), beide des Raths. Glarus. Lud'v'ü