Juni 1588. 117
Hans?,, z„ erkiesenden Schiedherrcn zun, Entscheid zn übergeben, welche bicr Säze, wenn sie i» ihrem Urthcilä^fcillen, einen Obmann ernennen oder durch daS Loos bezeichnen mögen. Übrigens wird es im InteresseStadt nicht für rathsam erachtet, die dicßfälligcn Verhandlungen ans der Kanzlei z» EnsiShcim ausfertigen zn^ssen, sondern cö soll hierzu ein gemciner nnparteiischcr Schreiber berufen werden. Bezüglich dcö Kanncn-hu'ßcrs Bernhard Wagner, der neulich ungebührliche Reden ausgestoßen, Andere zn Unruhen aufgewiegelt undhr»»iach seine Urfehde nicht gehalten hat, wird verabschiedet, daß ihn der Hauptmann als einen Unruhestifter^ das Malefizgcricht stellen und das über ihn ergehende Urthcil vollstrekeu lasse» solle. I». Ungeachtet der^ritlciufigen, jedoch nichtigen Entschuldigung des Schreibers HanS Rudolf Tilger läßt man es bei dem seinet-halben ergangenen Urtheil verbleiben. An Hanptman», Bürgermeister nnd Rath zu Miihlhausc» wird ge-schrieben, sie fallen ans ihn fahnden und betretenden Falls das Urthcil an ihm vollziehen, l. In Betreff derHans Balthasar Ruch von Basel an die Gesandten der fünf Orte gerichteten, aber zn spät eingetroffenenSupplicatio» soll jedes Ort seine Meinung mit Beförderung an den Rath zu Basel überschiken.
«s.
Müiizconfcrciiz zwischen Bern, Frcibnrg, Solvthurn und Neuenbürg.Bern. 1588, 5. Auli (25. Juni alt. Kal.).
Ttaat»arcl»t» Bern. JnslrucNvmnbuch I,. S. K77,
Gesandte: Bern. Beat Ludwig von Mülincn, Schultheiß; Abraham von Grafcnried, Statthalter nnd^l'»ner; Johann Anton Tillier, Wälschsckclmcistcr. Frcibnrg. HanS Ratze; Christof Reiff; Franz Wcrro.
"ivthnrn. Ludwig Grimm; Petermann Brunner. Neuenbürg. Peter Chambrier. — Ferner waren^llege» Miinzmeister von Bern und Frcibnrg.
Der Herzog von Longneville, als Fürst von Ncucnbnrg, beabsichtigte neue Münze» schlagen zu lassen^s der drei Städte Probe, Halt nnd Gepräge, nnd beauftragte seinen Gnbernator zn Ncncnbnrg, sich mitbenannten Städten dariibcr zu verständigen, zn welchem Zwckc diese Confcrcnz angeordnet ward. Nach-»un „ach langen: Bedenken in Frage gebracht worden war, ob wegen des merklichen Aufschlags des' bers ,,„d Miinzmeister Klage, daß sie bei der alten Besoldung nicht bestehe» können, die drei Städte^>>f bedacht sein sollten, von dem bisherigen Korn, Gewicht nnd Probe abzugehen nnd den Halt z» mindern,er dabei z„ bleiben, in Anbetracht daß diejenige Person, welche die herzoglichen Münzen z» schlagen wünsche,ese un, vieles geringhaltiger in Schrot nnd Korn zu erstellen Willens sei als die drei Städte ihre Münzen^prägen, entschloß man sich ans Gefallen der Ober» hin, bei dem bisherigen Gebrauch in Korn, Gewicht,"be ,,„d Gepräge zu verbleibe», in Erwartung besserer Zeiten in Hinsicht des Silberpreiscs. Dieser Ent-1 soll dem Herzog schriftlich zur Kenntniß gebracht werden, mit dem Ersuche», auch seinerseits von einer^ schlechten»^ der Münze abzustehe», damit der gegenseitige Handel und Wandel nicht beeinträchtiget werde,sei rathsamer, wenn der Herzog aus seinem eigenen Einkommen de» Miinzmeister fiir Mühe nnd UnkostenDermaßen entschädige oder dann das Münzen ans gelegenere Zeiten verschiebe. I». Ans erheblichen Ursachen
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sich die drei Städte unlängst dahin verständiget, daß in Zukunft die Franken und französischen Dil-