Druckschrift 
Fiorenza
Entstehung
Seite
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oder das Exil zum Aufenthalt angewiesen. Wir sinddie Herren. Heute ist es Lorenzo, und morgen, über-morgen bin ich's. Dann, glaube mir, soll es vollendsein Ende haben mit dem Krämertum. Krachen dieBanken, so mögen sie einstürzen. Ich werde ihnen miteinem Fußtritt den Rest geben. Auf Landbesitz kommtes an. Wir müssen immer mehr Landbesitz haben. Wirsind Fürsten. Karl von Frankreich hat unseren Vaterseinen günstigen Vetter genannt; mich soll er seinenBruder nennen. Laß mich erst Herr sein! Laß mich nurerst Herr sein! Es soll kein Gesetz stehen bleiben, dasdem Volke einen Schatten von Recht läßt und unserenWillen auch nur zum Scheine beschränkt. Es soll keinAdel mehr sein neben uns. Konfiskationen! Todes-strafen! ... Lorenzo hat diese Mittel nicht entschlossengenug gehandhabt. Er hat auch kleinmütig darauf ver-zichtet, unserer Stellung den Namen zu geben, den sieverdient. Ich will nicht der Erste der Bürgerschaft seinvon Florenz; Großherzog, König soll man mich heißenüber Toskana!

Giovanni: Ach, Euer Erlaucht, Euere Majestät,Ihr seid ein Prahlhans. Ist das deine ganze Politik,was du da auskramst? Bist du so sicher, daß MadonnaFiorenza dich zum Herrn und Geliebten nehmen wird,wenn der Vater, was Gott verzögern möge, einmal da-hin ist? Du verstehst dich gar trefflich auf Leibesübungenund Buhlschaften, aber um deine Kenntnis der öffent-

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