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Der Kleine Herr Friedemann : Novellen
Entstehung
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ein ungeheurer Rudel von Tauben ver-sammelt, während immer mehr nochvon allen Seiten herbeischossen . . .Ein Anblick von unvergleichlich lichterund festlicher Schönheit.

Da begegnete ich ihm, und ichhabe ihn , während ich schreibe, mitausserordentlicher Deutlichkeit vorAugen. Er war kaum mittelgross undging schnell und gebückt, während erseinen Stock mit beiden Händen aufdem Rücken hielt. Er trug einenschwarzen, steifen Hut, hellen Sommer-überzieher und dunkelgestreifte Bein-kleider. Aus irgend einem Grunde hieltich ihn für einen Engländer. Er konntedreissig Jahre alt sein, vielleicht auchfünfzig. Sein Gesicht, mit etwas dickerNase und müdeblickenden, grauen Augen,w 7 ar glattrasiert, und um seinen Mundspielte beständig ein unerklärliches undein wenig blödes Lächeln. Nur vonZeit zu Zeit blickte er, indem er dieAugenbrauen hob, forschend um sichher, sah dann wieder vor sich zu Boden,sprach ein paar Worte mit sich selbst,schüttelte den Kopf und lächelte. Soging er beharrlich den Platz auf undnieder.

Von nun an beobachtete ich ihn täg-lich, denn er schien sich mit nichtsanderem zu beschäftigen, als bei gutem