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Der Kleine Herr Friedemann : Novellen
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und ob er auch versucht hatte, seinenFrieden zu verteidigen, — für sie musstesich alles in ihm empören, was er vonJugend auf in sich unterdrückt hatte,weil er fühlte, dass es für ihn Qual undUntergang bedeutete; es hatte ihn mitfurchtbarer, unwiderstehlicher Gewaltergriffen und richtete ihn zu Grunde!

Es richtete ihn zu Grunde, das fühlteer. Aber wozu noch kämpfen und sichquälen? Mochte alles seinen Laufnehmen! Mochte er seinen Weg weiter-gehen und die Augen schliessen vordem gähnenden Abgrund dort hinten,gehorsam dem Schicksal, gehorsam derüberstarken, peinigend süssen Macht,der man nicht zu entgehen vermag.

Das Wasser glitzerte, der Jasminatmete seinen scharfen, schwülen Duft,die Vögel zwitscherten rings umherin den Bäumen, zwischen denen einschwerer, sammetblauer Himmel leuch-tete. Der kleine bucklige Herr Friede-mann aber sass noch lange auf seinerBank. Er sass vornüber gebeugt, dieStirn in beide Hände gestützt.

XIV.

Alle waren sich einig, dass man sichbei Rinnlingens vortrefflich unterhielt.Etwa dreissig Personen sassen an der