Druckschrift 
Herr und Hund
Entstehung
Seite
18
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denen Billigung seiner Existenz, die ich meiner Ansprachestark aufsetzr. Und plötzlich vollführt er, den Kopf vor-stoßend und die Lippen rasch öffnend und schließend, einenSchnapper hinauf gegen mein Gesicht, als wollte er mirdie Nase abbeißen, eine Pantomime, die offenbar alsAntwort auf mein Zureden gemeint ist und mich regel-mäßig lachend zurückprallen läßt, was Bauschan auch imvoraus weiß. Es ist eine Art Luftkuß, halb Zärtlichkeit,halb Neckerei, ein Manöver, dag ihm von klein auf eigen-tümlich war, während ich eg sonst bei keinem seiner Vor-gänger beobachtete. Übrigens entschuldigt er sich sogleichdurch Wedeln, kurze Verbeugungen und eine verlegen-heitere Miene für die Freiheit, die er sich nahm. Unddann treten wir durch die Gartenpforte ins Freie.

Rauschen wie das des Meeres umgibt uns; denn meinHaus liegt fas! unmittelbar an dem schnell strömendenund über flache Terrassen schäumenden Fluß, getrennt vonihm nur durch die Pappelallee, einem eingegitterten,mit jungem Ahorn bepflanzten Grasstreifen und einemerhöhten Weg, den gewaltige Espen einsäumen, weidenartigbizarr sich gebärdende Riesen, deren weiße, samentragendeWolle zu Anfang Juni die ganze Gegend verschneit. Fluß-aufwärts, gegen die Stadt hin, üben Pioniere sich imBau einer Pontonbrücke. Die Tritte ihrer schweren Stiefelaus den Brettern und Rufe der Befehlshaber schallen her-über. Aber vom jenseitigen Ufer kommen Geräusche desGewerbefleißes, denn dort, eine Strecke flußabwärts vomHause, ist eine Lokomotivenfabrik mit zeitgemäß erwei-tertem Tätigkeitsbezirk gelegen, deren hohe Hallenfenster