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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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beim Reden auf und ab, und überm offenen Munde, drin kleinescharfe Zähne sich sehen Hessen, stand ihm das spitzgedreh-te Schnurrbärtchen strack dahin.

Musst ich doch lachen in meiner Frostvermummung ob seinerMetamorphose ins Altvertraute.

- Ganz ergebener Diener! sag ich. - So sollt ich euchkennen, und recht artig find ich*s von euch, dass ihr mirhier im Sani ein privatissimum lest. Wie's jetzo die Mimi-cry mit euch gemacht hat, hoff ich euch bereit zu finden,meine Wissbegier zu kühlen und mir fein euer freies Vorhanden-sein zu beweisen, indem ihr mir nicht nur von Dingen lest,die ich schon aus mir selber weiss, sondern von solchen ein-mal, die ich erst wissen möcht. Ihr habt mir viel von derStundglas-Zeit gelesen, die ihr verhandelt, auch von denSchmerzensanzahlungen, die zwischenein fürs hohe Leben zuleisten, aber nicht vom Ende, von dem,- was nachher kommt, derewigen Tilgung. Danach geht meine Neugier, und ihr habt,solange ihr dahockt, der Frage nicht Raum geben mit euremGerede. Soll ich beim Geschäft den Preis nicht kennen nachKreuz und Münz? Steht Rede! Wie lebt sich's in Klepperlin’sHaus? Was wartet derer, die euch zu Huld genommen, in derSpelunke?

Er (lacht hoch und gicksend): - Von der pemicies, derconfutatio willst du Wissenschaft? Nenn ich Fürwitz, nennich gelehrten Jugendmut! Hat ja soviel Zeit damit, unabsehbar,und kommt erst zuvor soviel Aufregendes, dass du anders zutun haben wirst, als ans Ende zu denken, oder auch nur auf denAugenblick achtzuhaben, wo es Zeit werden könnte, ans Endezu denken. Will dir aber die Auskunft nicht weigern undbrauche nicht schön zu färben, denn wie kann dich ernstlichkümmern, was noch so lange hin? Nur, nicht leicht ist es,eigentlich davon zu reden, - das will sagen: eigentlichkann man überhaupt und ganz und garnicht davon reden, weil

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